Telarc 1812

Auf der Tschaikowski 1812 Ouvertüre von Telarc finden sich die schärfsten Kurven in der Geschichte der Analogschallplatte: Die digital erzeugten Kanonenschüsse kurz vor dem Finale lassen die Abtastnadeln der meisten Tonabnehmersysteme aus der Rille springen. Ausgelöst durch einen Bericht in einem Magazin der Motorpresse schnellten in Deutschland die Verkaufszahlen der in den USA damals am wirtschaftlichen Abgrund stehenden Firma Telarc abrupt hoch.

Digital erzeugte Kanonenschüsse mit irrwitzigen Flankensteilheiten und extremen Auslenkungen fordern vom Tonabnehmer extreme Abtastfähigkeit, der Tonarm sollte seine relative Position gleichzeitig gegenüber der Rille nicht verlassen. Gängige Testschallplatten haben Auslenkungen bis 100 um, hier wurde bis zum dreifachen gemessen !

Die Kanonenschüsse polarisierten die HiFi-Welt - wer diese Platte zum Maß aller Dinge erklärte, von seinem Plattenspieler abverlangte, diese schwierigen Stellen zu meistern, mußte eine Konstellation Tonarmmasse / Nadeleigenschaften wählen, die klanglich für den Rest der Welt (Schallplatten) nur zweite Wahl war.
Es wurde auch vielfach berichtet von Beschädigungen an Tonabnehmern.
 
 
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