Analog-ABC


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Abtastfähigkeit (trackability)
Die Fähigkeit eines Tonabnehmersystems, großen Auslenkungen der Schallplattenrille verzerrungsfrei zu folgen. Tiefenabtastfähigkeit bei 300 Hz -typische Werte um 80 um, Schnelle bei 10 kHz bis 30cm/sec.

Abtastnadel
Diamant  (früher auch Saphir) mit speziellem Schliff (spärisch, elliptisch, Sonderformen) der Spitze,  auf einen Nadelträger geklebt. Der Nadelträger ist beweglich, die angekoppelten Wandler (Magnete /Spulen oder früher: Kristalle) erzeugen ein elektrisches Signal oder übertragen wie beim Grammophon die Bewegung unmittelbar auf die Membran eines Horns.

Abtastwinkel (vertikaler)
Die Bezeichnung für den genormten Winkel zwischen Plattenoberfläche und der Verbindungslinie zwischen Nadelspitze und Drehpunkt des Nadelträgers im System. Er hängt unter anderem vom Auflagegewicht und der waagerechten Ausrichtung des Tonarms ab. Nur wenn dieser Winkel eingehalten wird, bewegt sich die Nadelspitze bei Rillenmodulation korrekt nicht genau senkrecht auf und ab, sondern um 20 Grad gegen die Senkrechte geneigt. Das entspricht genau der Schneidstichelbewegung bei der Aufnahme. Die Nadel selbst steht  senkrecht auf der Platte. Spezielle Nadelschliffe reagieren empfindlicher auf Abweichungen des vert. Abtstw., sphärische Nadeln weniger.

Akustische Rückkopplung
Heul- und Pfeifgeräusehe oder einen ständiger Dröhnton. Sie entsteht, wenn Schallenergie aus den Lautsprechern zum Mikrofon oder Analogplattenspieler gelangt und von dort wieder verstärkt zu den Lautsprechern. Abhilfe : Mikrofone mit starker Richtwirkung. Beim Analogplattenspieler durch eine andere Aufstellung (Nebenraum, schwerer Untergrund, geschlossene Haube).

Analog
Kontinuierlich veränderliche Größen, die beliebig kleine Veränderungen ermöglichen; eine Größe wird durch eine andersartige dargestellt (Analogie), z.B. wachsender Schalldruck durch eine wachsende Spannung oder eine wachsende Rillenauslenkung (Plattenspieler). Mittlere Anforderungen können mit analogen Systemen sehr preiswert erfüllt werden.

Antiskating
Bedingt durch die Kröpfung des Tonarms bei Plattenspielern entsteht aus der Zugkraft (Reibung zwischen Schallplatte und Nadel) eine zur Plattenmitte hin gerichtete Kraft (Skatingkraft). Die Antiskating-Einstellung kompensiert diese Kraft. Sie ändert sich über den Radius und die Modulation der Platte, und sie kann nicht genau kompensiert werden.

Auflagekraft
Die Kraft, mit der die Abtastnadel des Tonabnehmers auf den Rillenflanken der Schallplatte lastet. Der in Millinewton (mN : 10mN = 1 p (pond)) angegebene Wert ist von Tonarm und Tonabnehmer abhängig und kann am Tonarm (Skala) oder am Gegengewicht eingestellt werden.

Ausgleichsgewicht (Gegengewicht)
Dient dem Ausgleich unterschiedlicher Tonabnehmergewichte und bei manchen Tonarmen der Einstellung der Auflagekraft.

Biradiale Nadel
Optmierung  der Form der Nadelspitze um durch geringere Ausdehnung in Rillenrichtung Details besser abtasten zu können.
Spezielle Formen: van den Hul, Namiki, FineLine, Microridge, Microline, Paroc

cartridge
Englische Bezeichnung für >Tonabnehmersysteme für Schallplattenspieler.
Wird auch für die in Amerika früher üblichen Vier- bzw. Acht-Spur-Endlostonbandsysteme benutzt.

compliance
->Nadelnachgiebigkeit

Dämpfung
Die Resonanzfrequenzen (>Eigenfrequenz), auf der der Nadelträger mit der Nadelaufhängung, die Nadelaufhängung mit der System/Tonarmmasse schwingt, ebenso das Gegengewicht auf dem Tonarmrohr sowie das Tonarmrohr in sich, verfärben den Klang. Dämpfungsöl (meist Silikonöl entsprechender Viskosität) kann im Lager das Abklingen von Schwingungen beschleunigen. Durch Formgebung und Auswahl der Massen können die Resonanzen geschickt verschoben werden, sich teilweise gegenseitig bedämpfen(Antiresonator).
Liftdämpfung : Mit zähem Silikonöl wird ein schnelles Absenken des Arms plattenschonend verzögert.

DIN
Ursprünglich Deutsche Industrie Norm, heute steht DIN für Deutsches Institut für Normung

Direktantrieb (direct drive)
Der Motor des Schallplattenspielers treibt die Plattentellerachse direkt an. Meist ist der Teller direkt Teil des Motors(Rotor), der Stator mit den Spulen ist am Chassis befestigt. Die Geschwindigkeit wird mit einer elektronischen Regelung konstant gehalten, eventuell mit Quarzreferenz.

Direktschnittplatte
Das aufzuzeichnende Signal wird bei der Aufnahme direkt auf die Überspielapparatur gegeben, auf der die Lackfolie der Schallplatte geschnitten wird.

Effektive Nadelmasse
Die effektive Nadelmasse ist eine rein rechnerische Größe, die das Massenträgheitsmoment des Nadelträgers mit Diamantspitze in Form einer in den Nadelpunkt konzentrierten Masse angibt, die zu demselben Trägheitsverhalten führt, wie es die Nadelträger/Nadel aufweist. Zusammen mit der Elastizität des Vinylmaterials ergibt sich eine Resonanzstelle am oberen Ende des Hörspektrums.

Effektive Tonarmmasse
Die effektive Tonarmmasse ist eine rein rechnerische Größe, die das Massenträgheitsmoment des Tonarms in Form einer in den Nadelpunkt konzentrierten Masse angibt, die zu demselben Trägheitsverhalten führt, wie es der Tonarm aufweist. Die effektive Masse hat nichts mit dem Gewicht des Armes zu tun. So ergibt beispielsweise ein leichteres und entsprechend nach hinten versetztes Gegengewicht zwar einen leichteren Tonarm, aber eine größere effektive Masse. Zusammen mit der Nadelnachgiebigkeit errechent sich die ->Tonarmbaßresonanz

Eigenfrequenz (Resonanzfrequenz)
Die Frequenz, auf der ein ungedämpftes elektrisches oder auch mechanisches System schwingt, wenn es entsprechend angeregt wird. Bei Tonarmen die Tonarmmasse auf der Nadelnachgiebigkeit, typisch zwischen 5 und 15 Hz. Bei Tonabnehmersystemen die Nadelmasse auf der Vinylelastizität (typisch zwischen 12 kHz und 25kHz)

Einbrennen, Einspielen (Burn-In)
Die Beweglichkeit der Nadel wird bestimmt durch die Gummiaufhängung, die nach ca 50 h Spielbetrieb lockerer wird, damit auch dynamischer, detailreicher und in den Klangfarben satter. Gleiches gilt für den Signalweg, wenn das Gerät längere Zeit eingespielt ist, sind die Kondensatorern auf voller Kapazität, und die elektrischen Verbindungen sind durch Migration homogener.

Elliptische Nadel (Biradiale Nadel)
Annäherung der Form der Nadelspitze an die Geometrie des Schneidstichel. Dies führt zur Verringerung der geometrischen Abtastverzerrungen. Die Nadel hat eine elliptische Querschnittsform, gegenüber der sphärischen Nadel(kugelförmig)

Entzerrer-Vorverstärker (Phonostage)
Verstärkt die vom Plattenspieler mit Magnetsystern übertragenen Signale und entzerrt den Frequenzgang spiegelbildlich zur Schallplatten-Schneidkennlinie. Der Entzerrer-Vorverstärker ist meist schon im ->Vorverstärker eingebaut.

Erde
->Masse

Fremdspannungsabstand
Gibt in dB das Verhältnis zwischen Nutzspannung (Nutzsignal) und Fremdspannung (Störspannung) an. Dabei werden über den gesamten Audiobereich alle Frequenzen der Störspannung gleichmäßig bewertet. Daher sind die Werte des Fremdspannungsabstands meist schlechter als die Werte des ->Geräuschspannungsabstands.

Frequenz
Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Töne bestehen aus Grundfrequenz und ganzzahligen Vielfachen davon  (Obertöne).

Geräuschspannungsabstand
Definiert das Verhältnis zwischen Nutzund Störspannung. Der in Dezibel angegebene Wert wird mit Hilfe eines Filters ermittelt, das die frequenzabhängige Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs berücksichtigt. Der Geräuschspannungsabstand bezieht sich also, im Gegensatz zum ->Fremdspannungsabstand, auf die gehörmäßige Auswirkung von Störgeräuschen unterschiedlicher Frequenzen.

Gleichlaufschwankungen
Es wird unterschieden zwischen kurzzeitigen Schwankungen der Geschwindigkeit von Plattenspielern und Magnetbandgeräten (wow und flutter) und größeren Schwankungen, die sich auf die Tonhöhe auswirken (Veränderung der empfundenen Tonhöhe).

GND (ground = ->Masse)
Zur Erdung des Plattenspielers vorgesehener Anschluß am Verstärkergehäuse.

Harmonische (->Oberton)
Eine dem Grundton folgende Teilschwingung, die in einem ganzzahligen vielfachen Verhältnis zur Grundfrequenz steht.

Harmonische Verzerrungen
Entstehen in HiFi-Geräten, wenn zum Nutzsignal harmonische Schwingungen (Obertöne) hinzukommen. Der Grad der harmonischen Verzerrungen wird als Klirrfaktor bezeichnet (k3, dritte Oberwelle).

Headshell
Tonarmkopf, in welchen das Tonabnehmersystem eingebaut wird, häufig abnehmbar, mit Steckverbindung

Höhenabtastfähigkeit
Fähigkeit des Tonabnehmers, schnellen Signalveränderungen im Bereich höherer Frequenzen zu folgen.

Horizontaler Abtastwinkelfehler
Verdrehung der Nadelachse im Abtastpunkt, bedingt durch Tonarmgeometrie. Es gibt 2 Punkte, bei denen der Winkelfehler bei 0 liegt, davor, dazwischen und dahinter nimmt der Fehlerwinkel zu.

Intermodulationsverzerrungen
Entstehen, wenn zwei Schwingungen zusammenkommen. Es entstehen Mischprodukte (Differenz und Summensignale)

Kapazitive Bedämpfung
Die Resonanzstelle des Tonabnehmers im oberen Spektralbereich kann bei Magnettonabnehmern durch Parallelschalten eines Kondensators bedämpft werden. Typische werte liegen zwischen 200 pF u. 400 pF, die Verkabelung (oft 150pF) und Eingangskapazität des Verstärkers (typ.100pF) muß berücksichtigt werden.

Lagerreibung
Ist sie gering, erlaubt sie dem Tonabnehmer eine leichte Bewegung über die Platte, verhindert einseitigen Verschleiß. Ist sie zu groß, kommt es zu Abtastverzerrungen, bis hin zum Hängenbleiben / Springen

Magnetsystem
Zwischen den Polschuhen von zwei oder vier Spulen aus sehr vielen Windungen sitzt ein Miniaturmagnet. Vom Diamanten geführt, bewegt der Nadeltrager den Winzling genau im Takt der Rillenkurve. Durch die Bewegung des Magneten wird in den Spulen das Tonsignal  induziert. In der Regel gibt ein Magnetsystem eine Spannung von etwa 1 Millivolt bei einer ->Schnelle von 1 Zentimeter pro Sekunde ab.

Masse
Spannungsfreies Bezugspotential am Phonoeingang. Dort wird die Abschirmung sowie die Erdung des Plattenspielers vorgenommen. Die Elektronikmasse ist nicht zwangsläufig geerdet, bei Problemen mit -> statischer Aufladung empfiehlt es sich, die komplette Anlage zu Erden.

Matte
Plattentellerauflage zum Ankoppeln/Entkoppeln der Platte an den/ vom Teller, Filz, Velourleder, Acryl, Kork, oder spezielle Gummimischungen haben hörbaren Einfluß auf den Klang.

Mittelachse
Verlängerte Plattentellerachse, die die Schallplatte zentriert, typischer Durchmesser 7,2 mm.
Exzentrizität soll weit unter 0,1mm liegen. Bei manchen Plattenspielern gabe es auswechselbare Achsen, für Singlebetrieb oder 10-Platten-Wechsler, für Singles oder LPs.

Moving Magnet (MM)
->Magnetsystem

Moving-Coil-System
Der Nadelträger bewegt eine Miniaturspule irn homogenen Feld eines kräftigen Magneten. Da die Spule meistens nur ein paar Windungen besitzt, um die effektive Masse niedrigzuhalten, erzeugt ein Moving-Coil-System nur sehr niedrige Ausgangsspannung. Sie liegt mit durchschnittlich 0,2 Millivolt bei einer ->Schnelle von 1 Zentimeter pro Sekunde nur Faktor 5 niedriger als bei Magnetsystemen. Es gibt sogar Konstruktionen, die 20mal weniger abgeben

Nadelnachgiebigkeit (Compliance)
Definiert bei ->Tonabnehmersystemen die Nachgiebigkeit, mit der die Nadel den Rillenauslenkungen der Schallplatte folgt. Die Nadelnachgiebigkeit kennzeichnet den Härtegrad der zur Lagerung des Nadelträgers verwendeten Gummimischung. Sie wird angegeben als Verhältnis der Auslenkung der Nadelspitze zur dafür nötigen Kraft, also in Millimetern pro Newton (mm/N). Je größer die Nadelnachgiebigkeit eines Tonabnehmers ist, desto leichter sollte der Tonarm sein, um eine unerwünschte Verstärkung des Rumpelns zu vermeiden. Nadelnachgiebigkeit und effektive Tonarmmasse bestimmen die Baßeigenresonanz des Tonabnehmers.

Nadelträger (cantilever)
Die Nadel ist auf den Nadelträger montiert, dieser ist beweglich am Systemkörper befestigt oder in einem Einschub, der einfaches Austtauschen unterstützt. Ein Draht verhindert, daß der Zug an der Nadel den Träger aus der elastischen Verankerung zieht. Ein leichtes aber verwindungssteifes Röhrchen aus Aluminium, Bor, oder massiver Rubin ermöglicht eine geringe bewegte Masse.

Phonoentzerrung
->Entzerrer-Vorverstärker

pickup
->Tonabnehrner

Puck
Adapter für Single-Schallplatten.

Riemenantrieb
(belt drive)
Der Motor des Schallplattenspielers treibt über einen Riemen den Plattenteller an. Beim Cassettenrecorder oder bei der Tonbandmaschine treibt der Motor über einen Riemen die Antriebswelle des Laufwerks an.

RIAA
(Recording Industry Association in America)
Die sogenannte RIAA-Schneidkennlinie nach der Schallplatten hergestellt werden, entspricht einer Normierung dieses Instituts. Equivalent CCIR in Europa.

Rumpel-Fremdspannungsabstand
Danach wird beim Plattenspieler das Verhältnis eines bestimmten Wiedergabepegels (10 cm/s ->Schnelle bei 1000 Hz nach DIN 45500) zum ->Rumpeln angegeben.

Rumpel-Geräuschspannungsabstand
Beim Plattenspieler, das Verhältnis eines bestimmten Wiedergabepegels (10cm/s -Schnelle bei 1000 Hz nach DIN 45500) zum Rumpeln, das nach der frequenzabhängigen Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs bewertet wird.

Rumpelfilter (Subsonicfilter)
Ein Filter mit einer sehr niedrigen Einsatzfrequenz, typ. unter 20Hz, zur Unterdrückung tieffrequenter Störungen (beim Plattenspieler Rumpeln und Trittschall).

Rumpeln
Niederfrequente Störungen, die durch mechanische Schwingungen des Plattenspielerantriebs entstehen und vom Tonabnehrner aufgenommen und übertragen werden. ->Rumpel-Geräuschspannungsabstand, ->Rumpel-Fremdspannungsabstand.

Schnelle
Geschwindigkeit, mit der die Rille die Nadel seitwärts auslenkt. Wird in Zentimetern pro Sekunde (cm/s) angegeben.

Scratchfilter
Filter, welches  bei der Wiedergabe von älteren Schallplatten und verschlissenen Tonabnehmersystemen entstandene Kratzgeräusche, Rauschkomponenten unterdrückt.

Silikonöl
Der Tonarmlift soll den Tonarm langsam absenken, die Dämpfung dieser Bewegung bewirkt ein zähes Silikonöl.

Sinterlager
Gepreßte Lagerbronceperlen mit Öleinschlüssen, weitestgehend wartungsfreies dauergeschmiertes Lager für Motorachse und Plattenteller.

Sphärische Nadel
Abtastnadel für Tonabnehmersysteme, die an der Spitze in Form einer Kugel abgerundet ist.

Statische Aufladung
Schallplatten laden sich durch Reibungen meist elektrisch auf, so daß bei der Wiedergabe, durch die Entladung meist ein Knistern oder Knacken hörbar wird. Mit antistatischen Hilfsmitteln läßt sich diese Störung vermeiden.

Stroboskop
Ein optisches Hilfsmittel um die Drehzahl des Plattentellers zu kontrollieren und zu justieren.Eine Anordnung von Strichen/Balken wird von einer Stroboskoplampe beleuchtet. Die Balken scheinen bei der richtigen Drehzahl stehenzubleiben.

Stylus (engl.)
>Abtastnadel, Tonabnehmernadel

Subsonicfilter
->Rumpelfilter

Tangentialer Spurfehlwinkel
Der Winkel zwischen der Längsachse des Abtastsystems und der Tangente an der gerade abgetasteten Rillenstelle. Um beim Abspielen geometrische Verhältnisse zu schaffen, die denen beim Schneiden der Lackfolie entsprechen, muß der tangentiale Spurfehlwinkel möglichst klein sein.  Erreicht wird dies beim Arm durch Kröpfungswinkel und Überhang. Tangentialtonarme kommen dem Ideal von 0 Grad am nächsten, bei ihnen betragen die Abweichungen oft weniger als 1/2 Grad.

Tangentialtonarm
Die Schallplatte wird nach dem gleichen Prinzip abgetastet wie sie der Schneidstichel bei der Aufnahme geschnitten hat. Der bei konventionellen Tonarmen auftretende ->tangentiale Spurfehlwinkel sowie das ->skating tritt hier nicht auf. Nachteile sind der hohe Regelaufwand der Tonarmnachführung und die Problematik der ielen Lagerspiele.

Testschallplatte
Spezielle Schallplatte mit Testtönen zur Kontrolle der Leistungsdaten des Tonabnehmers im vorhandenen Tonarm, dient der Auflagedruckeinstellung und einer Annäherung des ->Antiskating-wertes (Annäherung, da dieser von vielen Faktoren abhängt und über die Platte variiert).

Tonabnehmer
Der Tonabnehmer wandelt die beim Abtasten der Schallplattenrille entstehenden mechanischen Bewegungen in elektrische Wechselspannungen um. Die beiden wichtigsten Tonabnehmertypen sind die Magnet- und die piezoelektrischen Tonabnehmer. Die Magnet-Tonabnehrner arbeiten nach dem Prinzip der magnetischen Induktion, d. h. vereinfacht, die Bewegung des Magneten beim ->Magnetsystem oder der Spule beim ->MovingCoil-System bewirkt eine Änderung des Magnetfeldes. Der piezoelektrischen Tonabnehmer erzeugt durch Druck oder Zug auf Kristalle oder Keramiken die Signalspannung.

Tonarm
Der Tonarm führt den Tonabnehmer möglichst geometrisch richtig über die Platte. Seine Masse, Festigkeit, Lagerspiel /Lagerreibung sind Qualitätsmerkmale

Tonarmbaßresonanz
Sie ergibt sich aus der Nadelnachgiebigkeit und der effektiven Masse (setzt sich aus effektiver Arm- und Systemmasse zusammen). Die Baßresonanzfrequenz entscheidet darüber, wie weit der Übertragungsbereich bei tiefen Frequenzen reicht. Unterhalb der Resonanzfrequenz fällt der Frequenzgang unabhängig vom System grundsätzlich mit 12 Dezibel pro Oktave ab, die Wirkung entspricht somit der eines Subsonic-Filters. Die Baßresonanzfrequenz sollte ungefähr bei 10 Hertz liegen. Je nach Dämpfung (durch das Gummilager des Nadelträgers und eventuell hydraulische oder elektromagnetisehe Dämpfungseinrichtungen am Tonarmlager) tritt eine mehr oder weniger starke Resonanzüberhöhung auf, die Störgeräusche entsprechend verstärken kann. Dieser Effekt ist von der oben erwähnten Subsonicfilter-Wirkung völlig unabhängig. Es muß also auch bei bedämpften oder elektronisch geregelten Tonarmen unbedingt auf die korrekte Frequenz der Resonanzerscheinung geachtet werden.

Tonhöhe
Die ->Frequenz eines Tons definiert seine Tonhöhe.

Tonhöhenschwankungen
->Gleichlaufschwankungen

Tracking, Trackability
->Abtastfähigkeit

Trittschall
Vibrationen oder Erschütterungen, die das Tonabnehmersystem beim Abspielvorgang aufnimmt und überträgt. (->Subchassis)

Überhang
Bezeichnet die Differenz zwischen dem Abstand des Tonarmlagers zur Abtastnadelspitze und dem Abstand des Tonarmlagers zur Schallplattenmitte.

Übertragungsfaktor
Ein Maß für die von Tonabnehmern gelieferte Ausgangsspannung. Wird in mVs/cm angegeben. Die Maßeinheit zeigt an, wieviel Millivolt (mV) je Kanal am Ausgang des Tonabnehmers zur Verfügung stehen, wenn bei 1 kHz eine ->Modulation von 1 cm/s Schnelle abgetastet wird.

Übersprechen
Unerwünschte Informationsaufnahme aus einem benachbarten Kanal, beispielsweise Wiedergabe der nur im linken Stereokanal enthaltenen Informationen in mehr oder minder abgeschwächter Form auch im rechten Kanal. Kann durch eine hohe ->Übersprechdämpfung vermieden werden.

Übersprechdämpfung
Das Maß für die Trennung zweier benachbarter Tonkanäle, im weiteren Sinne auch von anderen Informationskanälen oder Informationsspuren. Ursprünglich die Trennung der beiden Stereokanäle. Je größer die Übersprechdämpfung, um so besser die Stereowirkung. Der Wert wird in ->Dezibel angegeben. Schallplatten erreichen Werte von 25 dB, Stereo-Rundfunk 40 dB und Compact-Disc-Spieler 90 dB.

V-Form-Spulen
Bauform der Spulen von ->Moving-Coil-Tonabnehmern, bei der die beiden Generator-Wicklungen im rechten Winkel zueinander auf einem in V-Forrn ausgeführten Träger sitzen. Der Nadelträger befindet sich am unteren Ende des V.

Verschleiß
Unvermeidbarer Nebenaspekt der mechanischen Abtastung. Kühlung verlängert die Nadellebensdauer, geringer Auflagedruck und saubere Nadelflächen hält den Plattenverschleiß gering. Zu geringer Auflagedruck wiederum erhöht den Verschleiß schlagartig, wenn die Nadel den Auslenkungen nicht einwandfrei folgt und den Rillenkontakt verliert.

Vertikaler Spurwinkel
->Abtastwinkel

Vorverstärker
Gleicht Signalquellen mit niedriger Ausgangsspannung an nachfolgende Baugruppen mit höherem Eingangsspannungsbedarf an. ->Entzerrer-Vorverstärker

Vorvorverstärker (Phono PrePre)
Gleicht MC-System an nachfolgenden MM-Phonovorverstärker an

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