Phonozubehör, das es einst gab...

Eines der wohl größten Übel, das die Klangqualität beim Abspielen von Schallplatten beeinträchtigt, ist elektrostatische Ladung, die sich auf dem Vinylmaterial aufbaut, wenn die Platte aus der Hülle gezogen wird oder mit einem Tuch abgewischt wird. Auch durch den Produktionsprozeß bedingt hat die Platte eine Tendenz zur Aufladung.
Diese elektrostatische Ladung ist dafür verantwortlich, daß Staub angezogen wird, der beim Abtasten in der Rille knackt, und Entladungen zum Nadelträger ein Knistern erzeugen. Der Staub erhöht die Reibung, womit der Verschleiß an Rille und Diamantnadel zunimmt. Die Beseitigung der statischen Elektrizität bei der Schallplatte ist für den Liebhaber deshalb oberstes Gebot.

Milty Zerostat

Zur Hochzeit der LP gab es den Discwasher Zerostat. Auch als Zeepa bekannt. Diese "Plastikpistole" war damals die einize sichere Hilfe beim Beheben der elektrostatischen Probleme, die den LPs anhaftete, samt dem Staub. Discwasher hat mit der nachlassenden Nachfrage diesen Artikel eingestellt,  Milty (GB) hat sie nun wieder ins Programm genommen, wohl so gefertigt wie früher, nur die Zahl 3 deutet auf eine Verbesserung hin...
Milty Zerostat Preis euro 70.-
Die Bedienung ist einfach: Richten Sie die Pistole aus angemessenem Abstand gegen den zu entladenden Gegenstand und drücken den Auslöser  g a n z  l a n g s a m  durch. Damit  werden in Labors Filme, Glas, Plastikartikel und Linsen staubfrei gehalten. Auch beim Präzisionswiegen wird der Zerostat oft angewandt. Um 1978 verkauften wir ein Exemplar an Satorius Präzisionswaagen (auf der anderen Straßenseite gegenüber unserer früheren Filiale), später wurde das Prinzip fester Bestandteil der Waagenpräzision.
Seinen Anwendungsschwerpunkt hat Milty Zerostat ursprünglich bei den Schallplatten. Es ist aber auch deutlich hörbar, daß auch CDs von dem Zerostat klanglich profitieren!

Der Zerostat ist besonders wirksam bei LPs, die sich nach dem Spielen schlecht vom Teller abheben lassen, dabei knisternde Entladung verursachen und weit entfernten Staub anziehen. Die Lösung: Am Ende einer Plattenseite einfach LP mit dem Zerostat anspritzen und, voila !, fällt der Staub mühelos ab.

Der Zerostats hält sehr lange (schließlich gibt es Millionen Gasanzünder nach dem Piezoprinzip und viele Tonabnehmer in Plattenspielern der Konsumklasse arbeiteten störungsfrei über Jahrzehnte), es werden bei Normalgebrauch ohne Gewaltanwendung (zwischen 10000 und) 50000 Anwendungen sein, bevor sich Abnutzung zeigt.

Das Wichtigste aber ist, daß die LP deutlich weniger Knistergeräusche beim Spielen macht und gleichzeitig ruhiger, sauberer und räumlicher klingt. Feine Information kommt mit mehr Detail rüber.
Gut Schuß !

Gewicht Milty  Zerostat  135g einzeln verpackt.  Bruttogewicht mit Verpackung  200g
Mehr Information zum Zerostat

Bedienungsanleitung

Bedienungsanleitung Milty Zerostat
Bedienungsanleitung / Beschreibung Zerostat 3 ist eine neue Entwicklung auf der Basis der Original-Piezo-elektrischen Pistole. Zerostat reduziert elektrostatische Ladungen auf Oberflächen von Isoliermaterialien wie Schallplatten , CDs und anderen Gegenstände aus Kunststoffen.
Zerostat 3 produziert negative und positive Ionen, die sich an die positive und negativer Ladung auf der Oberfläche des Gegenstandes ankoppeln, wodurcfh eine effektive Entladung stattfindet.

So  benutzt man Zerostat 3:
Richten Sie Zerostat 3 etwa 30 cm entfernt auf das Objekt. Drücken Sie den Abzugshebel langsam durch; ein kräftiger Strom positiver Ionen richtet sich auf eine Fläche bis etwa 40cm. Lassen Sie nun den Abzugshebel langsam los, dann werden negative Ionen produziert.

Der Ionen- Indikator
Diese Testeinrichtung wird als Indikator für die Freigabe von Ionen mitgeliefert, wenn Zerostat 3 im Gebrauch ist. Stecken Sie den Indikator vorn in die Öffnung des Zerostat 3 und drücken Sie den Abzug langsam durch und lassen wieder langsam los. Das Gas-gefüllte Schauglas leuchtet auf. Dieser Effekt wird deutlicher, wenn das andere Ende gegen eine Wasserleitung oder einen anderen geerdeten Metallgegenstand gehalten wird. Für den normalen Gebrauch muß der Indikator selbstverständlich entfernt werden.
Berühren Sie nicht die Spitze, ein sehr unangenehmer elektrischer Schlag wäre die Folge.
US Pat. 3997817  GB Pat 1500492
Sicherheitshinweis: bei Verwendung in der Nähe brennbarer/explosiver Gasen ist ein entsprechender Sicherheitsabstand zu wahren.

aufgeladene LPLP nach Behandlung
Schallplatte vor und nach Zerostat-Behandlung

Zusatzhinweis zur Anleitung - Wir basteln uns ein Elektrometer: Zum Üben ein Elektrometer aus einem Honigglas mit Plastikdeckel und einem Streifen Haushalts-Aluminiumfolie. Ein 7-10 mm breiter 15-20 cm langer Streifen wird durch einmal gefaltet und mit der Falzkante von unten durch einen Schlitz in der Mitte des Deckels gezogen, daß oben 1 cm heraussteht, dieser Teil wird flachgedrückt, daß eine T-förmige Anordnung entsteht, der T-Balken ist oberhalb des Deckels und stellt den Kontakt zum Objekt her. Der T-Fuß besteht aus 2 paralelen Schenkeln, die sich bei Aufladung spreizen, sie werden so gekürzt, daß das Glas nicht berührt wird. Fertig, das zu entladende Objekt wird auf den Deckel gelegt, Zerostat darauf gerichtet und langsam durchgezogen, dann wird der Griff solange entlastet, bis die Ladung Minimum erreicht, d.h. die Aluminiumfolie entspannt herunterhängt und die Schenkel sich wieder berühren.
Im Wesentlichen kann man damit lernen, daß für eine effektive Entladung der Griff langsam durchgezogen wird und dann langsam bis zum halben Weg entlastet wird, dann ist der Artikel meist optimal entladen. Die Reststrecke wird bei vom Objekt weggerichteter Pistole entlastet. wenn es knackt, haben Sie den Auslösegriff zu schnell bewegt.
 

Kein VOODOO

Der Zerostat arbeitet mit Ladungsteilchen, ein Piezokristall wird verbogen und erzeugt eine hohe Spannung, die Feldstärke wird an der spitzen Elektrode vorn im "Lauf" extrem. Richtet man den Zerostat auf einen Gegenstand - bei der LP mit etwa 20 cm Abstand- spritzen die Ladungsteilchen an der scharfen Spitze ab, bombardiert man damit die Oberfläche des Objekts. Die Spitze ist wichtig, hier sind die Feldstärken besonders hoch (siehe Umkehrung des Prinzips beim Blitzableiter). Ungleichnamige Ladungen ziehen sich an, gleichnamige stoßen sich ab. Die vorhandene Ladung wird durch Gegenladung neutralisiert, denn sobald eine gleiche Ladung erreicht ist, stoßen sich diese Teilchen wieder ab. Die Wirkung ist absolut sicher und eindeutig, zwar von vorübergehender Natur, allerdings für die Spielzeit hinreichend. Die Ladung hat etwa 1,5 Coulomb.

Phonozubehör, das es einst gab...

Nach dem Prinzip des Blitzableiters (hohe Feldstärken entstehen an Spitzen und entladen sich dort), leitet das Entladegerät Rotor-Stat die aufgebaute Spannung (oft bis zu 30 000 V) ab, so daß die Oberfläche frei von anziehender Ladung wird.
Das Erdungskabel wird an einen zugänglichen Erdungspunkt (Heizungsrohr, Schutzkontakt der Steckdose) angeschlossen und eine Schallplatte wird auf den Teller des Rotor-Stat gelegt. Wird die Mittelspindel heruntergedrückt, rotiert die Metallbürste über die Plattenoberfläche und leitet die Elektrizität ab. Die Bürste besteht aus feinen elektrisch leitfähigen Metallfasern, die bei unbeabsichtigter Berührung der Schallplattenoberfläche nachgeben und Beschädigung vermeiden, der normale Abstand beträgt 2-5mm. Der Hersteller (Nagaoka) riet, den an der Bürste gesammelten Staub mit einem Feuerzeug abzubrennen. Das Gerät wurde in den späten 70er Jahren auf Messen demonstriert: mit Zigarettenasche, die dann bei der Behandlung abfiel bzw. nicht mehr auf die Platte gezogen wurde. Die Wirkung war sichtbar, wenn es auch gleichzeitig Artikel in der Presse gab, die dieses Zubehörf in Zweifel zogen. Heute sagt man, dieser Artikel polarisiert...die Meinungen gehen auseinander

Dieses Bild zeigt eine einfache Lösung von SUPEX, mit der statische Ladung der Platte zum Tonarm hin abgeleitet wurde. Ein Fähnchen aus feinen metallischen Fäden gewirktem Netz hing auf die Schallplatte und dämpfte gleichzeitig die Schwingungen des Tonarms bei welligen Platten. Da nur die Oberfläche berührt wurde, war eine Beschädigung der Rilleninformation ausgeschlossen.Was den oberflächlichen Schmutz betrifft, sollte eine Reinigung besser vorher stattgefunden haben.
 
 

Mehr Information erhalten Sie hier:

FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig
Tel.: 0531 / 342155
Fax: 0531 / 344900
E-Mail: info@FL-electronic.de
HiFi- und HighEnd-Komponentenüber Verbindungen, Handhabung  und Zubehörüber CD-Kopieren und digitale Aufnahmetechnik
Analogplattenspieler und TechnologieKlangtuningMail an FL-electronic
laufende SonderangeboteLinksneue Seiten bei uns, Digitalverstärker und andere neue Ansätze
[ Home | Zurück zu Index Analog ]
© FL-electronic GmbH 1999/2003