Kabelparameter

mehr als 30 Aspekte und Einflußgrößen, weshalb Kabel verschieden klingen können, müssen

070707

Ohne Kabel geht es nicht !

Wichtig:
In der Hifi-Kette ist die Qualität / Homogenität aller Bauteile wichtig. Schließen Sie den CD-Player mit einem erstklassigen Audiokabel an, geben ihm (sowohl dem Player als auch dem Kabel) den bestmöglichen Untergrund, ob als Plattform oder Spezialrack, sorgen für den besten Netzanschluß über gute Netzkabel und Netzleisten. Vom Verstärker gehen Sie mit den bestmöglichen Kabeln zum Lautsprecher, ob der Lautsprecheranschluß in Bi-Wiring oder Bi-Amping erfolgt, überlassen Sie Ihrem Geldbeutel. Für die Lautsprecherplatzierung finden Sie ebenfalls unter unsrer umfassenden Rubrik Live_Connection entscheidende Hinweise!
Es gibt ein vielzitiertes Ideal: Der perfekte Verstärker sei ein Stück Draht mit Verstärkung. Aber wie soll der Draht denn klingen... In der Vorstelllung zunächst gar nicht. In der Praxis allerdings gibt es kaum verschiedene Kabel, die wirklich gleiche Klangergebnisse liefern können. Und der Physiker wird dem nicht widersprechen. Im Gegenteil, die klassische Physik gibt genügend Begründungen dafür, siehe Professor Malcolm Omar Hawksford Ph.D ( University of Essex) Artikel : http://www.stereophile.com/reference/1095cable/index.html

Über die Feldverteilung auf dem Leiter, bevor ein Stromfluß zustande kommt: http://www.physicsarchives.com/archivumphysicum/SurfaceChargesandFeedbackinSimpleCircuits.htmS

Allgemein bekannt?

Kabel haben einen Widerstand R. Wenn ein Strom durchfliesst, wird ein Spannungsabfall entstehen. Mit zunehmender Länge steigt der Widerstand an. Deshalb hält man kurze Kabel für besser (es gibt auch Ausnahmen). Man versucht auch über große Querschnitte den Widerstand gering zu halten. Das hat unschöne Nebeneffekte(s.u.). R Elektrische Einheit : Ohm Formelzeichen dargestellt als griechisch Omega W

Kabel haben eine Kapazität C. Wenn eine Spannung angelegt wird, fliesst erst einmal der Strom, der die Kapazität auflädt, bis die Spannung erreicht ist. Mit zunehmender Länge steigt die Kapazität an, der benötigte Strom zum Umladen der Kapazität steigt. Bei hochohmiger Ansteuerung ergibt sich ein Brillanzverlust (besonders wichtig bei Audiokabeln). Bei Lautsprecherkabeln führt eine hohe Kapazität zu Phasendrehungen  beim Ausgangssignal, worauf manche Verstärker mit Schwingneigung reagieren und überhitzen. C  Elektrische Einheit : Farad, typische Werte für Kabel im Bereich 30-300 pF/m

Kabel haben ein Isoliermaterial mit Ableitung G, welche als Umkehrung des Isolationswiderstandes angesehen wird. Wenn eine Spannung angelegt wird, wird ein geringer Strom zum anderen Pol durchfliessen. Bei der Berechnung der Dämpfung /Verluste spielt die Ableitung eine wesentliche Rolle. G  Elektrische Einheit : Siemens

Kabel haben eine Induktivität L. Wenn ein Strom durchfliesst, baut er ein Magnetfeld auf. Mit zunehmender Länge steigt die Gesamt- induktivität an, womit ein Höhenverlust zunimmt. Auch ein einzelner Draht hat diesen Effekt, bei zwei Drähten ist die eingeschlossenen Fläche (Abstand zwischen den Leitern)  mitentscheidend. L  Elektrische Einheit : Henry
Kabel haben einen induktiven Blindwiderstand. Wenn ein Wechselstrom durchfließt, baut das Magnetfeld diesen Widerstand auf RL= 2pf  x  L.
 


Kabel haben einen Wellenwiderstand. Wenn ein Wechselstrom durchfliesst, wird der Zeitablauf wichtig. Bei hohen Frequenzen kann eventuell die Umladung der Leitung schneller erfolgen als der Strom von der Quelle zum Verbraucher fließen kann. Um daraus resultierende Probleme zu vermeiden, kann man die Leitung anpassen, bei der Quelle wie beim Verbraucher. Trotz  verschiedener Länge bleibt dieser Widerstand  konstant und das Kabel verlustfrei. Da solche Konzepte mit Vorwiderstand arbeiten, findet man sie praktisch nicht bei Lautsprecherkabeln (Ausnahme OCOS). Der Wellenwiderstand der Leitung wird bei typ. 100MHz angegeben und ist bei niedrigeren Frequenzen nicht konstant. Deshalb kann man im Audiobereich auch keine perfekte Anpassung vornehmen. Im HiFi-Bereich ist der Wert besonders wichtig bei Antennen- und bei Digitalkabeln. Elektrische Einheit : Ohm (überwiegend 75 Ohm bei Digital- und Antennenkabeln)
R ... Ohmscher Widerstand beider Leiter   G ... Ohmscher Leitwert (Kehrwert des Ohmschen Widerstands) des Dielektrikums
L ... Induktivität beider Leiter  C ... Kapazität zwischen den Leitern
Vereinfachte Formel: Wellenwiderstand ist zweite Wurzel aus (L/C)

Kabel haben eine Stromanstiegs- Zeitkonstante. Für ein gutes Impulverhalten / Stromanstiegsgeschwindigkeit spielen alle vorgenannten Größen zusammen. Mit kleinen Widerständen und Induktivitäten kann man auch eine "richtige" Anpassung vom Verstärker an das Lautsprecherkabel machen. Verblüffenderweise klingen manche Lautsprecherkabel besser, wenn sie länger sind (berechenbar und auch meßtechnisch nachweisbar). t=L/R   Elektrische Einheit : Sekunde
Es gibt Kabel mit Anpasseinheiten (s.o. Grafik Zout), die den gewünschte Abstimmung  der Verstärkerausgangswerte für Induktivität und Widerstand auf die Leitungsparameter erreichen, Ziel ist eine Zeitkonstante um 8 uS, da diese klanglich am besten bewertet wird.
Da Verstärker eine Spannung auf die Leitung abgeben, der Lautsprecher aber den Strom in ein Magnetfeld umsetzt und damit die Membran antreibt, sollten Strom und Spannung ohne frequenzabhängige Zeitversetzungen übertragen werden. Starke Verschiebungen bewirken eine schlechte räumliche Staffelung und lästige Zischlautwiedergabe.
Beispiel HMS Fortissimo : Querschnitt  6,2 mm2 Kapazität  2,22 nF/m   Induktivität 53,0 nH/m   Widerstand 6,86 mOhm  Wellenwiderstand 4,9 Ohm . Durch Umschalten von kleinen Widerständen und Spulen im Kästchen kann die Stromanstiegsgeschwindigkeit von 3,1 bis 31 uSec bei 3m Kabellänge eingestellt werden

Kabel haben ein Isoliermaterial mit Eigenschaften eines Dielektrikum. Wenn eine Spannung angelegt wird, wird eine geringe Menge Elektronen hineinfliessen, die später verzögert wieder abgegeben werden. Mit zunehmender Länge steigt die Elektronenaufnahme/Abgabe an (dielektrische Absorption), gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Impulse, auch abhängig vom verwendeten Material. Das Isoliermaterial bestimmt die mechanischen Resonanzen des Kabels mit und damit auch die Klangfärbung. Die dielektrische Absorption hat vermutlich eine größere Bedeutung als die heute in der Praxis gefundenen Unterschiede in der Kristallstruktur. Dielektrische Absorption DA wird in Prozentwerten ausgedrückt. DA=U1/U2x100 (%). Gute Kunststoffe liefern DA-Werte bei 0,1% , also -60dB, die zeitverzögert abgegeben werden, also zu einer Hysteresis führen.  Auch scheint die dieelektrische Absorption eine Schlüsselrolle beim Einspielen der Kabel und damit verbundenen Laufrichtungseffekten zu spielen. In der Summe aller Eigenschaften ist das Isoliermaterial ebenso bedeutend wie der Leiter selbst. Das elektrische Feld breitet sich entlang des Leiters aus - im Dielektrikum und außerhalb. Als Ausdruck für die langsamere Geschwindigkeit, mit der sich das Feld im Isoliermaterial (verglichen mit Vakuum) bewegt,  wird deshalb bei Kabeln der Verkürzungsfaktor V genannt,
Tendenz klanglicher Auswirkung : geringere Absorption klingt sauberer.
 

Kabel haben eine KristallstrukturWenn ein Strom durchfliesst, müssen die Elektronen die Korngrenzen überwinden. Dadurch entsteht ein absoluter Spannungsverlust. Eine der Theorien besagt, mit zunehmender Länge steigt der absolute Wert des Spannungsverlusts an, dabei entstehen zusätzliche Verzerrungen, die ähnlich Übernahmeverzerrungen bei Verstärkern die räumliche Wiedergabe beeinflussen. Der hohe Standard der industriellen Fertigung läßt den Aspekt heute etwas infrage stellen, vermutlich sind die Inhomogenitäten der Isoliermaterialien bedeutender für den Klang. Spezielle Gußmethoden bei der Kabelherstelllung mit langsamer Kühlung (Ohno-Stranggußverfahren) sorgen für lange Kristallausbildung.
Tendenz klanglicher Auswirkung : großer Kristall klingt räumlicher.

Kabel haben eine Oberfläche. Wenn ein elektrisches Signal angelegt wird, breitet sich eine elektromagnetische Welle entlang der Leiteroberfläche mit Lichtgeschwindigkeit im Medium aus. Skineffekt Das elektrische Feld dringt langsamer in den Leiter ein, als es sich in der weniger dichten Luft oder im Vakuum bewegt, und setzt die Elektronen in Bewegung. Bei Wechselströmen  hat das Konsequenzen für die Leitfähigkeit  in Abhängigkeit der Eindringtiefe. Sind es bei  60 Hz noch 8.47 mm, reduziert sich die Eindringtiefe bei 10 kHz auf 0.66 mm. Ob unter Audio-Aspekten nachfolgende Werte noch interessieren, bleibt dahingestellt: 100 kHz : 0.21 mm, 1 MHz : 66 µm, 10 MHz : 21 µm. Mit zunehmender Frequenz bekommt die Oberfläche relativ zum Querschnitt wachsende Bedeutung, da sie mit dem Radius nur linear zunimmt, der Querschnitt sich dagegen quadratisch entwickelt (Doppelter Durchmesser = doppelte Oberfläche, aber vierfacher (!) Querschnitt). Dicke Kabel haben daher wenig Höhen, weil in der verringerten Elektronen-durchflossenen Schicht ihr Widerstand zunimmt (s.Grafik). Manche Hersteller polieren ihre Oberfläche, was den hohen Frequenzen zu Gute kommt, andere versilbern die Oberfläche. Eine rechteckig-flache Leitung hat viel mehr Oberfläche als eine runde Leitung. Tendenz klanglicher Auswirkung : kleiner Querschnitt-mehr Oberfläche klingt brillanter.

Kabel haben eine Formmeist rund, manchmal rechteckig, es gibt auch Dreiecke, die gut ineinandergreifen (bei Überlandleitungen bilden mehrere  Dreiecke bruchsicherere und reibungsgedämpfte ) oder flache bis superflache Kabelquerschnittsformen. Die Form spielt eine Rolle, weil das elektrische Feld um den Leiter Einfluss auf die Elektronenbewegung nimmt und auf die Elektronendichte. Im Feld mit dem gegenpoligen Leiter ist die Elektronenverteilung auf der Innenseite dichter (schraffiert).
Tendenz klanglicher Auswirkung : mehr aktive Oberfläche im Vergleich zum Querschnitt klingt brillanter.

Kapazitive Effekte mit dem Boden oder leitfähigen Materialien schaffen neue Feldlinienverläufe, damit verbiegt sich auch das magnetische Feld. Die Elektronenverteilung auf dem Leiter wird dadurch beeinflußt. Eine Konsequenz ist, alle Kabel mit Abstand zu anderen Leistern zu verlegen, Luft als zusätzliches Dielektrikum  hat viele Vorteile. E =elektrisches Feld, H=magnetisches Feld, sie stehen naturgemäß senkrecht zueinander.
 
 
 
 

Kabel haben einen Querschnitt mit räumlicher Ausdehnung. Wenn ein Strom durchfliesst, baut sich ein Magnetfeld auf. Im Eigenmagnetfeld des stromdurchflossenen Leiters werden die Elektronen nach aussen gedrängt. Mit zunehmendem Querschnitt steigt die Inhomogenität der Stromverteilung (Zentrum/Oberfläche) an. (zusätzlich Stichwort Lorentzkraft).
Tendenz klanglicher Auswirkung : dicker klingt dumpfer.
 

Das Magnetfeld umgibt die Elektronenbewegung und den Leiter, sobald ein Strom fließt, deshalb haben auch die einfach gerade ausgelegten Leiter eine Induktivität, die nimmt natürlich zu, sobald Schleifen im Stromweg entstehen, bis hin zur Spule mit mehreren Windungen...

Kabel bauen beim Stromdurchfluß ein gemeinsames / gegenseitiges Magnetfeld auf. Im Rückleiter fließt derselbe Strom mit gegensinnig orientiertem Magnetfeld. Zwischen den Leitern wirken magnetische Kräfte, die das Isoliermaterial mechanisch belasten. Die Festigkeit des Kabels einschließlich Isoliermaterials hat einen Einfluß auf das dynamische Verhalten.
Die Einheit des Stroms ist definiert : 1  Ampere entspricht einem Strom durch zwei 1m lange parallele Leiter, der eine Kraft von 2 x 10 E-7 Newton zwischen den Leitern hervorruft (im Vakuum). Die Kraftwirkung des Stroms ist die Bezugsgröße!
Tendenz klanglicher Auswirkung : feste Isolation klingt prägnanter.

Um den Kräften zu begegnen, werden die Leiter verwendelt. Damit gibt es einen festeren Zusammenhalt.
Der Windungssinn, also ob die Leiter links oder rechts herum verdrillt sind, hat einen Einfluß auf die Induktivität. Rechts oder links herum klingt unterschiedlich brillant.
Die von den Strömen hervorgerufenen Magnetfelder verursachen mechanische Kräfte und versetzen das Kabel in Schwingungen, dabei gibt es Resonanzen , die von den Elastizitäten und den Massen mitbestimmt werden. Diese  Mikrovibrationen ändern permanent die Kabelparameter, beeinflussen sie die Übertragungsqualität.

Stabile und kompakte Bauweisen wie z.B. bei dem Delta Profil der Atmos Air Kabel oder dem PE-Network-Jacket bei den black&white Referenz Produkten reduzieren die Mikrovibrationen und die Übertragungseigenschaften. Insbesondere die Bassdynamik und die Präzision bei großen Lautstärken profitieren von diesen Maßnahmen.

Gauß-Effekt: Die Verringerung der Leitfähigheit durch ein senkrecht zum Leiter wirkendes Magnetfeld. Entdeckt um 1806 von Carl-Friedrich Gauß.
Lorentz-Kraft mit einem fremden Magnetfeld werden die Elektronen abgelenkt und bewegen sich auf resultierenden Spiralbahnen an der Leiteroberfläche, legen so einen weiteren Weg zurück. Entdeckt um 1860 von Hendrik Antoon Lorentz.

Das Verwendeln (der Hin-und Rückleiter [2] ) hat bei Audiokabeln auch eine größerer Immunität gegenüber externen (Wechsel-) Magnetfeldern zur Folge. Die Litzendrähte [1] eines Stranges sind in der Regel ebenfalls untereinander verdrillt. Verseilt man dann die Leitungen für Links und Rechts, reduziert man die eingeschlossene Fläche und die Empfänglichkeit der Masseleitungen gegenüber Brummeinstreuung der benachbarten Transformatoren. Damit bietet das Verwendeln vielfache Variationsmöglichkeit und entsprechende Vielfalt bei den Kabeln (industrielles Angebot). Die Drähte des Abschirmgeflechts [4] sorgen für weiteren Schutz der Leiter vor äußeren Störungen. Die Folie [3] kann mechanische Dämpfung und Dielektrikum zur Verringerung der Kapazität sein.

Im fremden Magnetfeld wirkt der Hall-Effekt. Nach Edwin Herbert Hall (entdeckt 1878) : Fließt ein Strom durch einen Leiter, auf den ein Magnetfeld quer einwirkt, werden die Elektronen seitlich abgelenkt. Als Hall-Sonde nutzt man diesen Effekt zum Messen von Magnetfeldern, u.A. in der Regelungsschleife eines CD-Player Antriebsmotors. Für aussagekräftige Messwerte ist Kupfer allerdings weniger geeignet, man verwendet vorzugsweise optimierte flache Halbleiterplättchen. In Audioleitungen aus Kupfer oder Silber ist diese Betrachtung eher akademisch und dient hier nur der Vollständigkeit.
 
 
 

In der Stereoanwendung mit Cinch Steckern entstehen bei der räumlichen Trennung der Masseleitungen (L/R) der 2 Kabel neue Probleme, die beim 5-pol DIN-Stecker mit einem Masse-Pin und gemeinsamem Schirm für beide Kanäle nicht existieren. Liegen die Kabel auseinander, bilden die Masseleitungen eine Schleife, in die fremde Wechselmagnetfelder z.B. Brummen induzieren können, oder Hochfrequenzstörungen verursachen. Abhilfe schafft lockeres Verdrillen, wobei Windungssinn Rechts oder Links unterschiedliche Klangergebnisse liefern kann, denn die Kanäle koppeln ihre Signale miteinander unterschiedlich (eventuell unerwünschter Nebeneffekt in Stereoanwendung).

Kabel kommen selten einzeln. Damit Strom fliesst, muss der Stromkreis geschlossen sein. In praktischen Anwendungen sind Kabel daher zwei-adrig, nebeneinander oder koaxial angeordnet. Spezielle Kabel sind vieladrig, für die Lage der einzelnen Adern gibt es je nach Anwendung spezielle Regeln. Einerseits bestimmen die Magnetfelder um die Leiter und zwischen den beiden stromdurchflossenen Leitern den Aufbau, andererseits sind die elektrischen Felder um die Leiter für das Kabeldesign entscheidend. Unterschiedliche Beschaltung derselben mehradriger Leitungen führt in der Regel zu unterschiedlichen Ergebnissen. Mit ausgesuchten Querschnitt/Anzahl/Verwendelungen gibt es unterschiedliche Gesamtverluste. Das Ziel ist, die Leiter so im gemeinsamen Feld zu führen, daß der übliche Verlust minimal bleibt. Ein klassisches Beispiel ist der Schränkstab, zwei Pakete zusammengesetzt aus mehreren Einzelleitern umwendelt eine gemeinsame Achse.Schränkstab

Kabel bestehen aus Metallen wie Kupfer, Silber, Aluminium, Gold, oder das metall-freie Carbon (Hersteller v.den Hul), entweder in höchster Reinheit oder Mischungen oder Kernleiter mit Überzug geeigneter Metalle. Oxide, Einschlüsse, Risse, Inhomogenitäten wirken sich negativ auf die geradlinige Elektronenbewegung aus. Mit zunehmender Länge steigen die Wirbelstromverluste an.

Kabel erfahren mechanischen Druck im Schallfeld und reagieren mit Mikrofonie. Wenn es zusammengedrückt wird, steigt die Kapazität, weil der Abstand der Pole sich verringert, sinkt die Spannung bei gleicher Ladungsmenge (U=Q/C). Mit zunehmender Länge steigt die Problematik der Mikrofonie an, weil mehr Masse in Bewegung ist, Energie speichert und verzögert / träger reagiert. Auch das (weiche) Isoliermaterial ändert unter Druck seine Dichte, seine Ableitung und seine dielektischen Eigenschaften. Unter dem Einfluß einer Lautsprecherbeschallung entsteht ein heterogener externer Eingiff in viele Kabelparameter.

Kabel haben piezoelektrische Effekte. Sie erzeugen selber Spannungen aus Verunreinigungen des Isoliermaterials mit Wasser. (Luftfeuchtigkeit dringt ein). Deshalb versiegeln manche Hersteller die Leitungen auf der Rolle bzw. die Stecker nach dem Anlöten. Mit zunehmender Länge steigt vermutlich das Risiko der Piezoeffekte an.

Kabel haben triboelektrische Effekte. Sie erzeugen selber Spannungen aus Reibung des Isoliermaterials mit dem Leiter. Mit zunehmender Länge steigt vermutlich das Risiko der triboelektrischen Effekts an. Gilt nur, wenn Kabel bewegt oder verformt werden.

Kabel haben elektrostatische Effekte. Das Isoliermaterial lädt sich gegenüber anderen Flächen auf (z.B. Teppichboden). Das beeinflußt auch das Klangverhalten des Kabels. Mit zunehmender Länge steigt der Effekt an. Man kann Kabel mt Antistatikmitteln behandeln, oder mit einem Microfaserreinigungstuch abreiben /reinigen und von Kontamination befreien.
Tendenz klanglicher Auswirkung : mehr Abstand klingt luftiger.

Kabel wirken wie Antennen. Sie fangen fremde elektromagnetische Felder ein. Man schützt sie mit einer Abschirmung, die unterschiedlich aufgebaut sein kann und das Ergebnis stark beeinflusst. Gegen Magnetfeldeinflüsse werden die Kabel verdrillt, gegen elektrische Felder mit Geflecht oder Folie geschirmt. Ein massiver Kupferschirm kann begrenzt auch gegen magnetische HF-Komponenten schirmen, wenn er dick genug ist (>1mm). Wie der Verstärker auf Reste von Hochfrequenz am Eingang reagiert, ist ein anderes Kapitel...

Kabel haben eine Laufrichtungdie sich mit der fertigungsbedingten Veränderung der Kristallstruktur und mit dem Zusammenlegen/Verseilen erklären lässt. Auch muss bei scheinbar symmetrischem Aufbau berücksichtigt werden, dass eine Kapazität zwischen dem Pluspol und allen anderen umgebenden Materieteilen sich anders verhält, als der Minus / Massepol gegenüber umgebender Materie (die als Masse / Erde aufgefasst werden darf) gleicher Polarität. Von Symmetrie im Verhalten kann also oft keine Rede sein, weil die Beschaltung der Elektronik unterschiedliche Reaktion/Probleme einbringt (Beispiel :Lautsprecherkabel). In letzter Zeit verdichten sich die Meinungen, daß das Einspielen die Laufrichtung ebenfalls prägt. Robert Harleys Forschungen zum Jitter von Laufwerken und Kabeln zeigen bei Digitalkabeln deutliche Laufrichtungsunterschiede im gemessenen Jitterwert.  Unterschiede im HF-Rauschen wiesen Forschungen beim schwedischen Hersteller Supra nach. Das richtungsabhängige Verhalten bei Hochfrequenz zeigt sich auch bei der Abschirmwirkung und dient zur Erklärung der Klangunterschiede bei Audio- Anwendungen.

Abschirmungen können ebenfalls laufrichtungsbezogen unterschiedlich wirken, ob Sie selbst stromdurchflossen sind mit dem Nutzstrom oder nur einseitig angeschlossen sind, ob Sie dann stromdurchflossen sind mit dem Störsignal, welches sich dann doch noch in den Leiter einkoppelt (Stichwort : Kopplung). Rohr- oder Folienabschirmungen aus Kupfer oder Aluminium mit 100% Überdeckungsgrad oder Geflechte aus Kupfer, versilbertem Kupfer, leitfähigen Kunststoffen, auch Kombinationen aus Alufolie mit leichtem Kupfergeflecht überzogen, die Vielfalt ist überraschend und ebenso sind die Ergebnisse unterschiedlich. Dass der Schirm [4] elementar in das elektrische Feld um den Leiter einwirkt, ebenso in das mechanische Verhalten des Kabels, hat  einen bedeutenden Einfluss auf das Gesamtverhalten des Kabels. Wo bei quasi-symmetrischen Leitungen der Schirm aufgelegt wird, ist von Anwendung und Kabelmaterial/Aufbau abhängig. Koaxialkabel lassen keine Wahl, hier ist der Schirm gleichzeitig Rückleiter für das Signal und Masseverbindung. Bei mehradrigen Aufbauten übernimmt ein zum Signalleiter gleichberechtigter Draht [2] die Rückleitung/Masseverbindung und der Schirm wird an der Quelle oder am Eingang der nachfolgenden Stufe angeschlossen. Für die Abschirmwirkung ist die Qualität des Schirms entscheidend :
Überdeckungsgrad (Maximum 100%), Wandstärke und elektrische Materialparameter bis hin zur Kristallstruktur, um selbst kleinste Komponenten elektromagnetischer Wellen von den Leitern des Nutzsignals  zurückzuhalten.

Ansteuerung kann entscheidend in das Gesamtverhalten eingehen. Die Ausganggverstärkerstufe, an den das Kabel angeschlossen ist, bestimmt mit seinen Parametern die Übertragungsbandbreite und das Einschwingverhalten, sein Quellwiderstand und die Kabelkapazität bilden schließlich einen Tiefpass, der hohe Frequenzen ausschließt. Aktivkabel lösen dieses Problem durch eine abgestimmte Verstärker-Kabel Konstellation aus einem Guß.

Anschlüsse wie Buchsen und Stecker bringen zusätzliche komplexe Metallverbindungen ein, ob gequetscht/gekrimpt oder verlötet (auch verschweißt), immer gibt es einen Übergang verschiedener Materialien und damit verbundene Thermospannungen (s.u.) und Vibrationen der mechanischen Teile mit Variation der ÜbergangswiderständeEichmann Bullet PlugDie flächigen Kontakte ermöglichen Wirbelstromverluste, die Nickelschicht (auch unter der -wenn galvanisch- aufgebrachten Vergoldung) wird verdächtigt, magnetische Verzerrungen einzuführen. Nickel hat eine Permeabilität ähnlich wie Eisen. Mit dem punktförmigen Massekontakt und einem vorn eingelöteten Kabel reduziert man diese Problematik. Da gibt es deutlich hörbare Unterschiede in der Brillanz der Übertragung.
Da der Leiterquerschnitt oft viel geringer ist als der des Durchmesser des Steckerpin, gibt es hier eine Inhomogenität. BNC- und DIN- Stecker sind bewährte Konzepte, die eine Alternative zu den gängigen Cinchsteckern darstellen, oder aber eine besonders geringe Wandstärke des Mittelpins. In der Frühzeit der Cinchstecker war der Stecker hohl, wurde vorn verlötet, hatte geringe Masse, wenig Metall und war versilbert statt vergoldet. Silber und Silberoxid sind gute Leiter, Gold sieht gut aus...
Der Hinweis auf den "massiven Mittelpin" sowie auf die "besonders schwere Ausführung" lenkt von anstrebenswerten Parametern ab und hilft verkaufen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Stecker publikumswirksam - verkaufsorientiert gewandelt. Die Knickschutzspirale am Kabelausgang des Steckers vermittelt Solidität, ist jedoch meist aus Stahl und führt zusätzliche Magnetfeldprobleme (unlinearitäten, Verzerrungen) ein.
 

Gleichstrom, Wechselstrom und Klangbalance

Elektronenbewegung ist immer unregelmässig, enthält eine Rauschkomponente.

Jede Gleichstromquelle erzeugt einen Wechselspannungssignalanteil, der dann als Rauschen erfahrbar wird. Gleichspannungen verhalten sich vergleichsweise unkritisch, ein geringer Verlust bleibt ein geringer Verlust.

Jedes Wechselspannungssignal stellt höhere Anforderungen, da ein zeitlicher Ablauf seine eigenen Probleme mit sich bringt.
Wechselspannungen verhalten sich vielfältig problematisch, ein geringer Verlust von absoluter Spannung verändert die Signalform, ebenso zeitliche Verlagerungen von Elektronen. Das hörbare Übertragungsspektrum geht vom Bass bis zum Brillanzbereich, eine geringe Einbusse von 0,5 dB ist absolut (bei einem Ton) nicht wahrnehmbar, aber im Spektrum als Veränderung der Klangfarbe (und räumlichen Abbildung bei Stereo) leicht erkennbar.

Tweak unter HiFi Aspekten
Kabel geradlinig verlegen, auf elastischem Material vom von mechanischen Vibrationen des Untergrund entkoppeln, nur in störungsbelasteter Umgebung zusätzlich mit Folie oder Rohr abschirmen. Alle kapazitiven Kopplungen zu benachbarter Materie entziehen Impulsen die Präzision, deshalb ist Luft die beste Umgebung.

Optische Leitungen

Wer annimmt, es gäbe hier keine Unterschiede, irrt.
Zunächst gibt es das grosse Problem der Verluste, einer optischen Abschwächung des Signals im Leiter, der mit der Entfernung zwangsläufig zunimmt, ebenso bei einer Verringerung des nutzbaren Querschnitts.
Vergrössert man den Querschnitt, entstehen zwei neue Probleme: Die axiale Einkopplung des Lichts an der Kontaktstelle und Laufzeitdifferenzen durch Reflektion im Leiter, die beide zu unterschiedlichen Auslöschungen bei den Impulsflanken führen.
Ein einfacher Test beweist, als Digitalübertragung  (Toslink) bringen beide Laufrichtungen erfahrungsgemäss (und erklärbar) unterschiedliche Ergebnisse !
Der Vorteil der optischen Leitung ist u.A. die galvanische Trennung von Signalquelle und Empfänger. Es kann keine Brummschleifen geben.
3 optische Leitungen
 

Empfehlenswerte Literatur:
KEITHLEY Low Level Measurement 5th Edition  www.keithley.com
A.v.Weiss/M.Krause Allgemeine Elektrotechnik Vieweg Braunschweig p238ff
K.Küpfmüller Einführung in die theoretische Elektrotechnik Springer 1968
http://en.wikipedia.org/wiki/Maxwell%27s_equations
http://www.hoererlebnis-verlag.de/he/archiv/32experte.htm
Diese Seite wird gelegentlich überarbeitet und bekommt zusätzliche Informationen, sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie wurde im deutschsprachigen WWW vielfach kopiert und an die eigenen Verkaufsinteressen angepasst, u.A. von :
http://www.audioimpulse.de/de/informationen/lexikon.php
http://www.ralic.de/site/kabelinfo.htm
http://www.shop.hifielements.de/shop_content.php?coID=25
http://geizposten.com/das-richtige-kabel-fur-hifi-und-highend-anwendung-faq%C2%B4s/
http://www.sommercable.com/1__support/techn_support/1__5_hifi.html
http://www.artundvoice.de/shop_hifi/product_info.php?name=Kabel%2C%20simple%20Physik%20oder%20Unsinn%20%3F&products_id=11692
 
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Anmerkung von Neumann (bekannt für Mikrofone, die Erfindung der Nickel-Cadmium Akkus und Schallplattenschneidemaschinen) : gingen doch Kabelmaterial und -länge unvorhersehbar in das Klangergebnis ein. (http://www.neumann.com/?lang=de&id=about_us_history_part_6  )

Die folgenden Betrachtungen

stammen von Bill Low (Audioquest)
 ..... sind das Resultat vieler Jahre praktischer Hörerfahrung, es sind keinesfalls abstrakte Forschungsergebnisse eines weltfremden "Elfenbeinturms'. Bei der Entwicklung von Audio-Produkten braucht man eine gewisse Offenheit in der Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, von Meßdaten und empirischen Erfahrungen. Unglücklicherweise ist die HiFi-Gemeinde weitgehendst gespalten in diejenigen, die nur an Meßergebnisse glauben und in diejenigen, die eine begrenzte Anzahl HiFi-Produkte hören und dann ihre persönliche Theorie aufgrund dieser begrenzten Erfahrung entwickeln. Beiderlei Begrenztheit führt leider oft dazu, daß die eine Partei die andere in Ihrer Überzeugung lächerlich zu machen versucht. Die interessantesten Audio-Designs kommen aber stets von denen, die klug genug sind, alles erfaßbare Wissen zusammenzutragen, von empirischen Ergebnissen über Meßdaten bis hin zu Hörergebnissen.

Ein Draht als Verbindung zweier Punkte

Oberflächlich betrachtet könnte nichts einfacher sein, als mittels eines elektrisch leitenden Drahtes ein Audio-Signal von einem Punkt zu einem anderen Punkt zu befördern ohne Verstärkung und ohne Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie (und umgekehrt). In Wirklichkeit aber ist jede Stufe eines Musik-Wiedergabe-Systems mit einer schwierigen Aufgabe betraut, indem es ein komplexes, breitbandiges Signal transportiert und transformiert, ohne irgendeine der in diesem Signal vorhandenen Informationen zu ändern.

Minimale Änderungen

So sehr wir es auch lieben, die Eigenschaften verschiedener Audioprodukte dahingehend zu beschreiben, daß sie den Klang des gesamten Systems verbessern, ist es doch vernünftiger, sich vor Augen zu halten, daß es keine "guten" Komponenten gibt, lediglich solche, die "weniger schlecht" sind, Die feinsten Komponenten der Wiedergabe-Kette sind jene, welche die geringsten Änderungen am Audio-Signal hervorrufen, und Kabel sollten noch ihrer Neutralität und nicht nach ihren Klangfärbungen ausgesucht werden,

Über das Kabel-Design

Während es für die Beschreibung von Verzerrungen, die das Kabel dem Audio-Signal hinzufügt, einige komplizierte physikalische Begründungen gibt, sind die grundsätzlichen Mechanismen, die für den Klangunterschied zwischen Kabeln verantwortlich zeichnen, leicht zu beschreiben. Durch Verstehen des Nachfolgenden und durch Hörvergleiche zwischen verschiedenen Kabeln können Sie leicht die Fähigkeit erlernen, ein Kabeldesign richtig zu beurteilen, und Sie können vorhersagen, ob es sich lohnt, sich mit einem bestimmten Kabel näher zu befassen.
der komplette Artikel:
kabel-praxis.html