Ausgangsleistung

Beim Anschluß eines Lautsprechers bestimmt die Ausgangsspannung und der Innenwiderstand des Lautsprechers (typisch 4 Ohm oder 8 Ohm), wieviel Strom der Lautsprecher aufnimmt. Dabei kann das Stromlimit des Verstärkers nicht überschritten werden. Idealisierte Werte können dem Nomogramm entnommen werden.

Geht man von der Spannung (z.B. 20V) unten hoch, trifft auf die Kurve (z.B.8 Ohm) kann man die entsprechende Leistung (50W) links ablesen  - und umgekehrt braucht man für 50 Watt an 8 Ohm 20V.
2 Lautsprecher parallel geschaltet ergeben 4 Ohm
In der Praxis bricht im Grenzbereich das Netzteil des Verstärkers zusammen, so daß beim Anschluß von 2 Lautsprechern mit 8 Ohm nicht die doppelte Maximalleistung erzielt werden kann, weil der nachgelieferte nicht reicht und die Spannung nicht stabil bleibt.
In diesem Fall kommt es zum gefürchteten "Clipping", einer gefährlichen Signalverformung. Dabei wird vom Sinus der Scheitelbereich gekappt, aus dem runden Verlauf wird ein Rechteck. Die damit verbundenen Obertöne zerstören beim Lautsprecher die Hochtöner, und das Rechteck kann bis zum zweifachen der Leistung transportieren, die der saubere Sinus beinhaltet. Damit wird es möglich, daß eine 100 Watt Box von einem 60 Watt Verstärker vollständig zerstört werden kann..

Die oben genannten Werte beziehen sich auf Wechselspannung (Effektivwert) oder Gleichspannung. Der Effektivwert ist der geometrische Mittelwert, auch RMS (root mean square) genannt. Beim Sinus ist der Scheitelwert etwa 1,4 (Wurzel aus 2) mal höher als der Effektivwert.
Will man die Maximalleistung einer Endstufe feststellen, kann man die Versorgungsspannung messen. In der Regel gibt es eine positive und negative Versorgungsspannung, die jeweils größer sein muß als die Scheitelspannung des Sinus. Eine Endstufe mit 200 W an 8 Ohm gibt 40 V~ ab, arbeitet intern mit +/- 60V, also mit 120 V gesamt.
Nach Ohmschen Gesetzen gilt U/R=I, 40 V an 8 Ohm  = 5 A eff, 7A im Scheitelbereich. Liefert das Netzteil nicht wenigstens diesen Strom, gibt es hier Clipping.


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