Lautsprecher-Anschluß

030214
Empfehlungen für Lautsprecherkabel

1. Beide Kabel gleiche Sorte
2. Beide Kabel gleiche Länge
3. Beide Kabel gleiche Laufrichtung (Orientierung Pfeile oder Schriftzug)
4. Beide Kabel mit Markierung an Pluspole (rot) bei Boxen und Verstärker
5. Beide Kabel geradlinig verlegen (keine Schlaufen bilden, Überschüsse S-förmig legen)
6. Beide Kabel fern von Netzzuleitungen verlegen (keinesfalls dicht parallel)
7. Beide Kabelenden abisolieren, verdrillen und blank in Klemmen (Terminals) quetschen. Enden nicht verlöten, Zinn ist 16-mal schlechter leitfähig als Kupfer!
8. Kabelqualität erst nach Einspielzeit beurteilen

Das Lautsprecherkabel wird vom Verstärkerausgang kontrolliert angesteuert. Es fließt dann ein so großer Strom, daß das damit aufgebaute Magnetfeld die Membran des Lautsprechers antreibt. Auch im Kabel wirken Magnetkräfte im Leiter und zwischen den Leitern. In dem selbst aufgebauten Magnetfeld drängen die Elektronen nach außen, wodurch der nutzbare Querschnitt sich praktisch verringert, besonders betroffen sind höhere Frequenzen, für die der nutzbare Querschnitt ohnehin von der Oberfläche bestimmt wird. Deshalb wird die getrennte Verkabelung von Baß und Hochtonautsprecher in der Regel Vorteile bringen. Die mit den magnetischen Kräften verbundenen Vibrationen und Verluste sind eine gute Erklärung für Klangunterschiede und Gegenstand vieler Patentschriften (s.u.). Auf die Signale in der Leitung überlagern sich zwar auch externe elektrische und magnetische Störfelder, mechanischer Druck, Vibrationen u.v.a., da aber die Lautsprecher niederohmig sind, haben diese Störungen zunächst geringe Folgen. Aber der Verstärker reagiert mit seiner Gegenkopplung auf die vom LS-Kabel über seinen Ausgang eingeschleusten Störungen und kann sie hörbar umsetzen.
Im Hörvergleich stellt man Zusammenhänge zwischen größeren Querschnitten und geringerer Brillanz fest, zwischen Festigkeit der Leitung und der Prägnanz im Baß. Der Zusammenhang zwischen mechanischen Eigenschaften und Klangeigenschaften ist erwiesen und Gegenstand von Patentschriften (Cardas, USA), ebenso der Zusammenhang zwischen magnetischen Eigenschaften und Klang (Patent Groneberg,D). Die vereinfachte Annahme, nur der Kupferwiderstand müsse für den guten Klang möglichst gering sein, kann durch Zwischenschalten von Widerständen und Induktivitäten zum Guten gewendet werden (Patent Straßner,D). Die gemeinsame Abstimmung von Verstärker und Lautsprecherkabel ist das Geheimnis des besten Klangs (Naim, Mission GB). Tatsächlich muß ein Lautsprecherkabel eine gelungene Synthese sein von Widerstand, Kapazität, Induktivität, Ableitung, Geometrie, mechanischen Eigenschaften, etc. (Patente Kimber, Monster,USA). Und erst unter Einbeziehung der Eigenschaften der Endverstärker (Innenwiderstand, Induktivität, etc) lassen sich bestimmte Kabel und die richtigen Mindest/Höchstlängen empfehlen. Das Lautsprecherkabel, das immer optimal paßt, muß also wählbare (verstellbare) Eigenschaften haben, die sich mit denen des Verstärkers zum gemeinsamen Ideal ergänzen (Kabel mit Anpaßeinheit mit Drehschalter oder Steckbrücken z.B.HMS). Probieren ist ansonsten die einfachste Methode, sie bezieht auch den persönlichen Geschmack mit ein. So merkt man dann auch, daß kurze Audiokabel (mehr Qualität) zur Endstufe und längere gute Lautsprecherkabel in Bi-Wiring zum besseren Ergebnis führen - statt langer Audiokabel(weniger Qualität), Mono-Endstufen, ultrakurzer LS-Kabel(mehr Kraft).

Bei bestimmten Kabeln gibt es Chancen, aus dem vorhandenen Material mehr zu machen, als der Hersteller mit seinen (sofern es welche gibt) Anschlußhinweisen zuläßt. Erkenne die Möglichkeiten ! Hinweise siehe unten.
 
 

Neue Erkenntnisse:
Antennen und Kabel unterscheiden sich nur wenig. Leider fangen Kabel aller Art Elektromagnetische Wellen ein. Eine neue Methode, entwickelt von Mr. Enokido, Japan, reduziert die Kabel-bezogene Hochfrequenz. Besuchen Sie unsere Website http://www.fl-electronic.de/live_connection/enacom.html sowie unsere Website http://www.fl-electronic.de/live_connection/hf-x.html  mit unserem preiswerten und umfassenden Programm zur Klangsteigerung von Netzleitungen, Netzdosen, Audiokabeln, Digitalkabeln und Lautsprecherleitungen. Der Signalweg wird nicht unterbrochen, sondern parallel am Ende abgeschlossen! Die Auswirkungen auf Lebendigkeit, Plastizität und Brillanz des Klangbildes sind beachtlich!
 
 
 
 
 
 
 
 

Unsere Auswahl Lautsprecherkabel
Hersteller, Typ Konfektionierung + Preis euro /m mono € 
diverse superflache Kabel auf Anfrage auf Anfrage
Acoustic Balance Yellow K25.- + 38.-/m
Argento Silver auf Anfrage
Audioquest F14 4-adr. 3.-/m
Audioquest Crystal 12-adr. 20.-/m
Audioquest CV4 25.-/m
Audioquest Midnight 16-adr. 35.-/m
Audioquest Midnight + 52.-/m
Brightwire Quattro 4-adr. superflach 10.-/m
Cablefactory Delight auf Anfrage
Chord Company Carnival Stereoplay 3/03 7.90/m
Dr.Meggle Supernova K60.- + 50.-/m
Fadel Art SC-10 K50.- + 60.-/m
Fadel Art Grey Litz K88.- + 38.-/m
Fadel Art Stream K115.- + 50.-/m
Fast Audio Compact 6L /M 38.-/m
fast live Laokoon *# 15.-/m
fast live LowCost *# 3.-/m
Groneberg Quattro Reference Cable *# 30.-/m
Groneberg Quattro Reference Cable second generation *# 35.-/m
Groneberg Quattro Reference Cable Panzer*# 40.-/m
Groneberg Quattro TS Premium  75.-/m
Heybrook Heywire 4-adr. 7.50/m
Hitachi LCOFC 2-adr. /4-adr. 8.-/12.-/m
HMS Strassner In Concerto auf Anfrage
HMS Strassner Gran Finale auf Anfrage
Kelvin Cable Argon 1.50/m
Kelvin Cable CER 4.-/m
Kelvin Cable Neodym 10.-/m
Kimber Cable Black o. White Shadow
9.-/m
Kimber Cable 4 PR /8PR
13.- /26.-/m
Kimber Cable 4 VS/8VS
20.- /38.-/m
Kimber Cable 4 TC/8 TC Audio9/02 Testsieger:in Dynamik und Raumtiefe war es schlicht unschlagbarDas goldene Ohr 02 Audio-Leserwahl 1. Platz
49.- /89.-/m
Laurin Cal 32 silber *# 50.-/m
Laurin Meta silber *# 65.-/m
Low-Cost FTE Max Bi-Wire 2.-/m
Mission Cyrus 2-adr. 7.-/m
Mission Cyrus Quartett 4-adr. 12.-/m
Mogami 3083 The Pure 9.25/m
Mogami 2477 Ultra Pure 22.50/m
Mogami 2513 Blue Rocket *# 25.50/m
Mogami  Pure refgerence 700.-/3Stm
Naim NACA 5 20.-/m
Oehlbach 2,5 *# 2.-/m
Oehlbach Referenz *# 15.-/m
Oehlbach Heavenly Sound 110.-/m
Phonosophie 1 # 20.-/m
Phonosophie 2 # 32.-/m
QED Qdos *# 6.-/m
QED Genesis  Audio9/02 Test 2.Platz sehr direkt und absolut offen auf Anfrage
Restek 8C # 25.-/m
Silvercom  # auf Anfrage
Sommer Magellan Stereoplay 3/03 4.80/m
Sommer Tribun 4qmm Superflach Stereoplay 3/03 5.25/m
Tepax Extreme K Superflach selbstklebend weiß 4.-/m
Tepax Extreme Superflach weiß 3.-/m
van den Hul Clearwater 10.-/m
Alle Preise Konfektionierung + Monometerpreis *#sonst beliebige Länge nach Absprache möglich mit vergoldeten 1a-Bananen-Steckern (selbstverständlich einteilig) gequetscht/gecrimpt und mit Silberlot angelötet ...€ 5.- / Stecker
(Deltron-Stecker vergoldet oder GHT Banane(CuBeFederhülseHohlbanane))
Verlegt man die Kabel mit etwas Abstand zum Boden, werden weniger Vibrationen eingekoppelt, außerdem ist das elektrische Feld um den Leiter günstiger, der klang wird transparenter, luftiger. 
Brücken. Das Bild zeigt eine Bi-Wiring-Verlegung für 2 Lautsprecher in großer Ausführung. Der Klangunterschied ist verblüffend, sobald der Abstand 1cm erreicht. Beispiel: bei Applaus sind die Höhen hörbar weniger gedämpft. 
Vibrationen aus Körperschall der Lautsprecher haben sicherlich nur eine untergeordnete Bedeutung, die Erklärung über die kapazitive Kopplung ist überzeugender und findet sich hier.
-.50 /St

 

Beim Verlegen von größeren Längen ist bei Kabeln mit  Massivdrahtaufbau der Klangverlust geringer als bei Litzedrähten.
Konfektionierung ? Kann man sich sparen, wenn der direkte Kontakt Draht/Klemme weniger Verluste hat als Kabel an Stecker, Steckerdurchgangsverlust, Stecker-Buchse Kontaktübergang....Lediglich die Oberfläche ist beim Massivdraht eingeschränkt, aber dafür isoliert man 4,5cm ab, faltet es Z-förmig und hat die dreifache Kontaktfläche, die man von oben in die Klemme steckt, der sich so formende Haken verhindert ein herausrutschen, falls sich die Verschraubung lösen sollte. Die Kontaktzone kann man mit einem säurefreien Fett vor Oxidation schützen (alter Hausfrauentrick: Vaseline)
 

Mit dem spreizbaren WBT Bananenstecker (1.Grundkörper 2.Spindel 3.Ummantelung 4.Polkennzeichnung rot/weiß 5.Isolierung 6.Madenschraube Torx 7.Safetypin) kann das Kabel unter optimierten Kontaktdruckverhältnissen an die Bananenbuchsen von Verstärker und Lautsprecher angeschlossen werden. Einzelpreis Euro25.- /St.
Alternativ kann ein Kabelschuh angeklemmt werden, der mit einer Federeinlage für konstanten Kontaktdruck sorgt. WBT Einzelpreis Euro25.- /St.
 
 
 
 
 
 
 

Warum sollen Kabel gleiche Länge haben ?
Beim Rechteckverhalten kann man zwischen Verstärkerausgang und Boxeneingang Unterschiede in den Impulsflanken messen, die bei kurzen Kabeln wenig, bei längeren Kabeln größere Abweichungen bringen. Kabel niedriger Impedanz zeigen geringere Impulsveränderungen und sind weniger Längen-abhängig.
Reine Laufzeitunterschiede für das gesamte Signal aufgrund der Länge sind sicherlich weniger die Ursache ebensowenig die Veränderung des ohmschen Widerstandes. Gemessen an 4...30 Ohm der Lautsprecher sind 0,040 Ohm eher wenig (Frequenzgangsvariation 0,047dB) genauso die Längenveränderung (1m= 0,0036 Ohm, Frequenzgangsvariation 0,0079 dB)

Hier bestellen

FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig
Tel.: 0531 / 342155
Fax: 0531 / 344900
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Kimber Special

Heiße Klangtips:
Alle Kimber-Kabel haben den geflochtenen Aufbau gemeinsam: die schwarzen Adern wendeln sich in der einen, die braunen (4PR), die grauen (4VS), die blauen (4u.8TC) in der anderen Richtung.
Grundsätzliche Verarbeitungs-Empfehlung:
Bevor das Kabel zerschnitten wird, markiert man die Enden so, daß die Laufrichtung wiedererkannt werden kann. Die Aderenden werden abisoliert, gleichfarbige zu Bündeln verdrillt (links-/rechtsherum in Fortsetzung der Richtung im Kabel) und verzinnt, in Stecker oder Kabelschuhe gequetscht und/oder verlötet oder aber blank in die Klemmen beim Lautsprecher oder Verstärker gequetscht. Da Lötzinn in der Leitfähigkeit um den Faktor 16-20 schlechter als Kupfer ist, außerdem alle Stecker auch noch Übergangswiderstände mitbringen, muß man gut überlegen, ob nicht der direkte Weg (Kabel unverzinnt in die Klemme) der beste Weg ist!

Empfehlung Tuning Tip 1:
Die Kabel werden nach der Einspielzeit (2 Wochen) beurteilt.

Empfehlung Tuning Tip 2:
Die Kabel werden in beiden Laufrichtungen getestet (deshalb markierte Enden). Eine von beiden Laufrichtungen klingt angenehmer und räumlicher!

kimberKable

Empfehlung Tuning Tip 3:
Magnetfelder bauen sich je nach Wendelung längs oder quer zum Kabel auf. Die schwarzen Adern übernehmen normalerweise den Minuspol, die braunen (4PR), die grauen (4VS), die blauen (4u.8TC) den Pluspol. Wenn bei beiden Lautsprecherkabeln schwarz den Pluspol, Farbe den Minuspol übernimmt, kann die räumliche Abbildung meist noch deutlich verbessert werden. Die Linkswendelung ist für die Masseleitung generell besser geeignet. Dazu alle Kabelenden mit schwarz als Plus an die roten Klemmen!

Empfehlung Tuning Tip 4:
Magnetfelder bestimmen den Klang der Kabel entscheidend mit, aber auch die elektrischen Felder um die Kabel bzw. ihrer einzelnen Leiter. Feldaspekte richtig einschätzen und umsetzen: siehe weiter unten unter Alternativen

NB: 4 TC ist auch als Audiokabel geeignet. Es ergänzt die HiFi-Kette konsequent und wird nach denselben Regeln eingesetzt.
 
 


Bi- und Tri - Wiring

...ist die doppelte / dreifache Verkabelung des Lautsprechers. Sie trennt den Signalweg des empfindlichen Hochtonbereichs vom energiereichen Baß bereits ab dem Verstärkerausgang. Im Obertonbereich sind die entscheidenden Informationen, sie bestimmen 80% des musikalischen Geschehens.
Der energiereiche Baßstrom stört mit seinem starken Magnetfeld das filigrane Hochtonsignal im selben Kabel. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bringt die Bi-Wiring Methode nur Vorteile, überwiegend im Hochtonbereich: Qualitätssteigerung: Mehr Dynamik + räumliche Tiefe  + Plastizität + Auflösung.  Quantitätssteigerung: Mehr Intensität (lauter durch geringere Kabelverluste).  Resultat: Alles klingt prächtiger, genauer, losgelöster. Als Nebeneffekt wird auch der Baß prägnanter.

Voraussetzungen: Doppelte oder dreifache (2/3 x +/-) Anschlüsse an der Box, doppelte / dreifache Menge Kabel. Am Verstärker kann z.B. an A der Baß, an B der Hochton angeschlossen werden. Wenn nur eine Reihe Anschlüsse vorhanden sind, werden die Kabel zu zweit aus einer Klemme geführt oder mit geeigneten Steckern hintereinander verbunden.
Grundempfehlung: Gleiche Kabel identischer Länge / Laufrichtung etc. für Baß und Hochtonbereich. Damit die Homogenität im musikalisch empfindlichen Mitteltonbereich nicht gestört wird, geht man zunächst von einer Kabelsorte aus.

Alternative: Tieftöner sind anders als Hochtöner. Der Baß stellt andere (geringere) Anforderungen, auf die man mit der Auswahl des Kabels eingeht. Der Verstärker und die Kabellänge beeinflussen die Tendenzen, der persönliche Geschmack gibt den Ausschlag bei der Wahl des Kabels für den Kompromiß zwischen trockenem Baß und Wärme im Grundtonbereich. Die Anzahl der zur Auswahl stehenden Kabel wird stark eingeschränkt, wenn perfekte Hochtonwiedergabe gleichzeitig gefordert wird. Nur wenige Kabel bieten luftige und greifbare plastische Hochtonwiedergabe mit großer räumlicher Staffelung in die Tiefe.

Vorschlag zur Vorgehensweise: Erst das Kabel für den Hochtonbereich aussuchen, ein zweites dieser Sorte für den Baß verwenden, dann andere für den Baß testen.

Eine weitere Steigerung bringt das sog. Bi-Amping: Jedes Kabel wird von einem einzelnen Verstärker angesteuert, man benötigt also deren zwei oder drei!

Anschlußmöglichkeiten:
3 Diese Möglichkeiten bieten die Anschlußklemmen der Lautsprecher:
A: 2 Pole (Standard),
B: 4 Pole mit Verbindungsschienen (Brücken, Auslieferzustand),
C: 4 Pole getrennt (nach Entfernen der Brücken).

Lautsprecherkabel sind entweder
1. 2-polig oder
2. ein Vielfaches davon oder
3. sind mehrfach vorhanden.

Fall 1/2/3A: Die gekennzeichneten Adern des Kabels werden an den Pluspol angeschlossen. Der Rest an Minus. Ganz normal.
Fall 1/2/3B: Die gekennzeichneten Adern des Kabels werden an den Pluspol des Hochtons angeschlossen. Der Rest geht an Minus des Tieftons. So wird die wichtige gleiche Behandlung von Baß und Hochton besonders einfach erreicht. Wer die Brücken umgehen möchte, kann mit einem einfachem Eingriff das Problem lösen: siehe unten Back to the Basics
Fall 1C: Die gekennzeichneten Adern des Kabels werden an die Pluspole des Hochtons und Tieftons angeschlossen (und verbinden diese). Der Rest an die Minuspole entsprechend.
Fall 2C: Die gekennzeichneten Adern des Kabels werden an die Pluspole des Hochtons und Tieftons verteilt angeschlossen. Der Rest wird auf die Minuspole entsprechend verteilt. Wie die Adern aufgeteilt werden, ist herstellerspezifisch.

Flachleitungen: Außen Hochton, innen Baß, die andere Hälfte symmetrisch dazu Minus. Rundleitung: im Prinzip gewölbte Flachleitung. Mengenmäßige Aufteilung Baß/Hochton nach Geschmack, zwischen einer und der halben Anzahl Adern für den Hochton.
Fall 3C: Die gekennzeichneten Adern des einen Kabels werden an die Pluspole des Hochtons, die des zweiten Kabels an die Pluspole des Tieftons verteilt angeschlossen. Der Rest an die Minuspole entsprechend.

Verstärkeranschluß : Generell schließt man alle (+) roten Kabel an eine (+)Klemme und alle (-) schwarzen an die andere (-).
Bei Verstärkern mit Lautsprecher-Gruppe A und B könnte man A+B schalten, Hochton an A und Bass an B anschließen, das macht nur Sinn, wenn die Lautsprecher vorn an der Frontplatte geschaltet werden, und das Signal von der Endstufe zum Schalter, von dort über getrennte Kabel zu den Klemmen geleitet wird. Bei modernen Verstärkern benutzt man zum Schalten Relais (von der Schutzschaltung), die zwischen Endstufe und Rückwand für ultrakurze Wege sorgen und hier ist der gemeinsame Anschluß an eine Klemme sinnvoll.
 
 

Bi-Amping

Parallel betrieben, steuern zwei Endstufen Baß und Hochton an. Der Strom, den der Lautsprecher aufnimmt, wird von der Frequenzweiche bestimmt. Intermodulationsprodukte bleiben gering, ebenso Verzerrungen. Großer Vorteil: Der Hochtonbereich behält die volle Leistungsreserve.Das gibt ein großartiges räumliches Bild bei größtmöglicher Reinheit, völlig unabhängig vom Zusammenbruch des Netzteils der Baßendstufe, wenn gerade Extremleistung gefordert wird.
 
 



Bi-Amping Modul zur Baßaktivierung












Lautsprecher werden üblicherweise von einem Verstärker über ein Lautsprecherkabel angetrieben. Bi/Wiring entkoppelt den Hochtöner vom Tief/ Mitteltöner, indem beide über separate Kabel von demselben Verstärker ihre Leistung beziehen. Die Kabelverluste werden reduziert und das Klangbild wird weiträumiger und differenzierter, strahlender.

Die Steigerung dazu heißt Bi-Amping: Der Tieftöner wird von einer separaten Endstufe (Monoblock) angetrieben, der bisherige Verstärker treibt nur noch den Hochtonbereich. Da der Leistungsbedarf des Tieftöners wegfällt, wird das Netzteil entlastet, die Vorverstärkersektion klingt nun besser und die Endstufe liefert weniger Verzerrungen und behält die volle Dynamik. Über das Lautsprecherkabel des Höchtöners wird der Zusatz-Verstärker mitangesteuert, der den Baß steuert. Die Auslegung auf ein festes kontrolliertes Baßfundament wird mit hochfrequenten Schalttransistoren erreicht. Das Durchschalten führt zu einem besonders niedrigen Innenwiderstand, wobei kaum Verlustwärme entsteht, und der Baß stark kontrolliert wird (hoher Dämpfungsfaktor). Nach Bedarf kann der Pegel angepaßt werden (mit einem Regler innerhalb von +/- 3dB).
Die Folge: Mehr Punch im Baß, mehr Dynamik und Losgelöstheit im gesamten Klangbild: Erheblich bessere räumliche Abbildung. Biamp-Erweiterungsmodul € 300.- (x2 = Stereo)

Für den  Selbstbau: Infinity Subwoofermodul Mit Anleitung! Preis € 75 / Kanal
 

Das Bi-Wiring -Dilemma

Ausgehend von einem Kabel ergänzen wir bei der Box mit Doppelterminal mit einem zweiten von derselben Sorte. Der Klang wird räumlicher, feiner gezeichnet und dynamischer. Allerdings hätte ein doppelt so teures Kabel eine größere Steigerung gebracht. Investiert man gleich in ein teureres Kabel, bereut man das nicht. Dennoch: mit einem zweiten von derselben Sorte wird der Klang räumlicher, feiner gezeichnet und dynamischer. Trotzdem hätte ein nochmal doppelt so teures Kabel eine größere Steigerung gebracht. Hätte man gleich in ein viermal teureres Kabel investiert , hätte man noch mehr herausgeholt. Und so könnte sich diese Spirale fortsetzen, wäre da nicht die Chance, ein einmalig gute Kabel für den Hochton zu finden und für den Baß ein eingeschränktes Kabel einzusetzen oder ein Baßspezialkabel, eine bezahlbare Lösung  oder....

Back to the Basics?

Haben Sie Probleme mit der Entscheidung ob Bi-Wiring oder nicht ?
Die Lautsprecherbox hat Terminals für Bi-Wiring, es ist aber nur ein einfaches Kabel vorhanden. Wie schließt man es an?

Die Alternativen:
1.Beide Enden an Baß und über mitgelieferte Brücken zum Hochton?
2.Beide Enden an Hochton und über mitgelieferte Brücken zum Baß ?
3.Beide Enden an Baß und über bessere Brücken zum Hochton ?
4.Beide Enden an Hochton und über bessere Brücken zum Baß?
5.Plus-Ende an Hochton-plus und Minus-Ende an Baß-minus, der andere Pol jeweils über mitgelieferte Brücken ?
6.Plus-Ende an Hochton-plus und Minus-Ende an Baß-minus, der andere Pol jeweils über bessere Brücken ?
7.Kabel an speziellen Bi-Wiring Adapter, dort Y-förmig  verzweigen und dann gleichberechtigt an alle Klemmen?

Die Alternative: Anschlußterminal hinten an der Box aufschrauben und innen beide Kabel vom Hochtonterminal lösen (vorher +/- kennzeichnen) und zu den entsprechenden  Kabeln an Baßterminal schrauben oder löten. Die meisten Hersteller haben dort Verbindungen mit untergeschraubten Lötösen.

Vorteil:***

Wer sich entschließt, doch Bi-Wiring einzusetzen, schraubt/lötet die Kabel wieder zurück.
 
 

Anschlußalternativen

Alternativen für Lautsprecherkabel
Zu der vom Hersteller genannten Schaltung gibt es oft Alternativen. Gesucht wird die räumlichere Abbildung mit mehr Klarheit und Lebendigkeit. Da auf das Lautsprecherkabel wohl kaum verzichtet werden kann, kommt es auf den bewußten Umgang, seine Beschaltung an. Einzig Aktiv-Lautsprecher haben keine Zuleitung in diesem Sinne, die Audiokabel, die das erheblich schwächere Signal übertragen, haben ihre eigene Problematik, die nachfolgenden Verstärker zeigen brutal durch ihre Verstärkung alle Fehler der Verkabelung auf. Bilanz: Mehr Probleme!

Die Analyse
Wären da nicht die magnetischen Felder um den einzelnen Draht, es gäbe keine nennenswerte Anziehung oder Abstoßung zwischen den Leitern. Das ist der Hauptgrund dafür, daß Kabel verseilt oder verschweißt oder verflochten sind: Nur so bekommt man die magnetischen Kräfte in den Griff. Wirken magnetische Kräfte, schwingt das Kabel daraufhin, geht Energie verloren, das Kabel arbeitet nicht mehr verlustarm. Die Energie geht in Bewegung über, wird in Bewegung der Masse gespeichert und verzögert in das Signal implementiert.
Gibt es nun irgendeinen Grund, Hin- und Rückleiter in unterschiedlichem Wicklungssinn anzulegen ? In Grundlagenbüchern findet sich das Prinzip der Bänderleitung: um einen imaginären Kern gewendelte Leiter, gleichsinnig für hin und zurück. Die so eingeschlossenen Magnetfelder werden durch diese bi-filare Wicklung weitestgehend kompensiert, es entsteht eine Leitung geringster Induktivität (das ist der Fall, wenn im Hochtonbereich der Widerstand am wenigsten zunimmt). Da ein-sinnig gewendelte Leitungen keinen echten Zusammenhalt haben, kann man mit gegensinnig eingeflochtenen Leitern den Zustand stabilisieren. Da sie vorhanden sind, kann man sie auch für die Leitung einsetzen, das gibt mehr Querschnitt im Datenblatt. Ob in der Architektur oder in der Küche, eine gewisse Verschwendung macht manchmal das Ergebnis besonders reizvoll.



 
 

Schaltung Special 1
























Hier ein bei uns bewährtes Beispiel für eine alternative Schaltung:
Im Bild links mit +/- erfolgt in jeweils Vierergruppen der Anschluß an den Verstärker. Sowohl rot als auch schwarz werden in benachbarte Gruppen aufgeteilt. Es sind nun 4 rote Leiter für + und vier rote Leiter für -, genauso 4 schwarze Leiter für + und vier schwarze Leiter für -. Der Lautsprecher wird an die roten + und die roten - angeschlossen. Die schwarzen sind am Verstärker +/- angeklemmt aber lautsprecherseits isoliert (X=nicht angeschlossen). Schwarz dient dem mechanischen Zusammenhalt, der Stabilisierung des elektrischen Felds um den Leiter und auch zur elektrischen Abschirmung. Anders als im Bild dargestellt, können die schwarzen auch alle an Verstärker-Minus (=Masse) angeschlossen werden, es lohnt sich zu experimentieren, da damit die Klangfarbe und Auflösung manipuliert werden können. Die Linkswendelung eignet sich erfahrungsgemäß für gleichnamig durchflossene Leiter, wie bei der Ableitung von Störfeldern, ist also geeignet für Schirmung. Die Rechtswendelung dagegen verbessert den gegensinnigen Stromdurchfluß für Hin- und Rückleiter, indem die Induktivität der Leitung kompensiert wird, ist also ideal für Lautsprecher!


Schaltung Special 2
Im neuen Bild links erfolgt der Anschluß an den Verstärker in anderen Vierergruppen. Diesmal ist abwechselnd jeder zweite Leiter plus, der andere Minus, rot wie schwarz. Es sind wie vor 4 rote Leiter für + und vier rote Leiter für -, genauso 4 schwarze Leiter für + und vier schwarze Leiter für -. Der Lautsprecher wird an die roten + und die roten - angeschlossen. Die schwarzen sind ebenso am Verstärker angeklemmt aber lautsprecherseits isoliert (X=nicht angeschlossen). Vorteil gegenüber der vorherigen Schaltung: das eingeschlossene Magnetfeldf ist noch geringer, der Arbeitsaufwand bei Konfektionieren jedoch noch größer. Es lohnt sich !


Bi-Wiring - in einem Kabel

Wenn ein Kabel nach dem ersten obigen Schema angeschlossen ist, kann man eventuell auch in einem Kabelstrang Bi-Wiring praktizieren, indem man den Baßanteil über genannte schwarze +und - führt, also die mit X gekennzeichneten Enden nutzt. Da der Wicklungssinn unterschiedlich orientiert ist, beeinflussen sich die Magnetfelder nicht mehr so stark, weil sie fast senkrecht zueinander stehen. Ein eindeutiger Vorteil, typisch für Bi-Wiring, wenn auch nicht so perfekt wie bei räumlich getrennten Kabelsträngen. In der praktischen Ausführung dauert das einzelne Durchmessen der gleichfarbigen Leiter allerdings seine Zeit.



 
 

Bi-Wiring - in zwei Kabeln

Baß und Hochton werden über räumlich getrennte Kabel geführt, zweifellos noch besser
Hochtöner (X nicht angeschlossen)



Baßlautsprecher (X nicht angeschlossen), hier wurde aus Gründen der praktischen Arbeit die einfache Version gewählt.

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