Netztricks

Der richtige Dreh
Für die beiden denkbaren Netzsteckerpositionen der Geräte gibt es hörbare Unterschiede im Klangverhalten des entsprechenden Gerätes, weil das Lichtnetz überlagert ist von Störungen, verursacht von Kollektormotoren, Dimmern, Leuchtstofflampen, aber auch von Sendereinstreuungen und anderen elektromagnetischen Wellen. Lichtnetz heißt, der Nulleiter ist beim Elektrizitätsversorgungsunternehmen geerdet, der Strom kommt über die Leiter L1, L2, L3, früher Phasen RST genannt, und fließt über den Nulleiter zurück.
In der Hifi-Anlage ist der Verbraucher über Transformator, Gleichrichter und Siebung ans Lichtnetz angekoppelt. Da beim Netztransformator die Wicklung vom Kern angefangen Lage auf Lage liegt, spielt eine entscheidende Rolle, ob der Leiter (Phase) am Wicklungsanfang (innen) oder am -Ende (außen) ankommt: Letztere Möglichkeit koppelt über die kleinere Kapazität zwischen Kern (Masse) und Wicklung weniger Störungen ein. Am Ergebnis kann man die bessere Netzsteckerposition heraushören: Angenehmer im Klang (nicht so nervig im Hochtonbereich), ruhiger, doch dynamisch-druckvoll, wärmer, voluminöser, Raum nach hinten offen, detailreich, dreidimensional in der Wiedergabe. Darüber hinaus spielt die Reihenfolge bei der Steckdosenleiste auch noch eine Rolle...
Man kann das auch messen: Mit einem Digitalvoltmeter für Wechselspannung (Bereich bis 240 V~) mißt man zwischen Schutzkontakt der Steckdose und dem Gerätegehäuse eine Spannung. Der Wert ändert sich, wenn die andere Position gewählt wird. Der niedrigere Wert ist richtig. Das Gerät muß eingeschaltet und von anderen Geräten elektrisch getrennt sein (Audiokabel abziehen). Berühren des Gerätes verfälscht die Messung. Die gemessenen Werte können variieren zwischen 20 und 40 V bei CD-Playern und 60-150 V bei Verstärkern (typische Werte bei Ringkerntransformatoren). Wer trockene Hände hat, kann beim langsam über das Gerät Streichen ein mehr oder weniger (besser) ausgeprägtes Vibrieren spüren.
Wenn beim Netzkabel ein Schutzkontakt angeschlossen ist und damit das Gehäuse geerdet ist, muß vorübergehend für die Messung (und nur dafür) dieser durch Abkleben oder Unterbrechen aufgehoben werden, sonst kann man nur 0V (=gar nichts) messen. Wird bei ausgeschaltetem Gerät gemessen, kann die Position des Netzschalters das Meßergebnis verfälschen, wenn z.B. der Nulleiter durch den Schalter unterbrochen wird, ist ein unrealistisch hoher Wert zu messen.

Es lohnt sich, auch andere Verbraucher im Haus mit dieser Methode auf geringste Ableitung zu polen, weil die Schutzerde dann weniger belastet wird.

So geht man vor: Gerätegehäuse mit der Spitze berühren, der Finger hält den Prüfer auf DirektTest, Display lesen, Netzstecker des zu testenden Gerätes umdrehen, Display lesen. Der niedrigere oder schwächer angezeigte Wert ist die bessere Wahl. Das sehr hochohmige Instrument ist einfach und preiswert, die Anzeige allerdings etwas undifferenziert in groben Stufen: 12 - 36 - 55 - 110 - 220 V. Deshalb ist man auch auf die Beobachtung von Helligkeitsunterschieden mit angewiesen. Schließlich kommt es auf das im Vergleich niedrigere Potential an, dargestellt durch schwächere LCD Anzeige oder niedrigeren Zahlenwert.

Reduktion von Störungen:
Das Problem sind Störungen aus dem Lichtnetz sowie jegliche Form von elektromagnetischen Wellen, für die alle Kabel als Antennen wirken. Alle Zuleitungen und Verbindungskabel zwischen den HiFi-Geräten sind erheblich hochfrequenzbelastet. Darauf reagiert die Elektronik unterschiedlich mit Veränderung des Klangs - selbst, wenn ein Gerät (z.B. Receiver) allein betrieben wird - meist wird das Klangbild unruhiger, nerviger, greller.
Zwischen zwei Geräten kann man eine Störspannung messen, die sich über die Signalverbindungsleitungen ausgleicht, und zwar unmittelbar neben den Musiksignalen. Im Zusammenspiel der Geräte wird der Klang schlecher, unsauberer und flacher.
Die Vorgehensweise: Störungen abschwächen, gleichstellen (Pegel und Zeitpunkt), ableiten (zur Erde), unterbrechen (aber Nutzsignal übertragen). Das gilt sowohl für die Netzversorgung wie für den Audiosignalweg, hat aber dort jeweils unterschiedliche Hilfsmittel.
Lösung 1: Schließt man jedes Gerät mit der besseren der beiden möglichen Netzsteckerpositionen an, sind die Auswirkungen geringer. Lösung 2: Verwendet man Netzfilter und/oder abgeschirmte Netzkabel und/oder eine Netzspinne, sind die Auswirkungen geringer.
Lösung 3: Nimmt man kurze und/oder Audiokabel mit größeren Leiterquerschnitten (Innenwiderstand), sind die Auswirkungen geringer. Lösung 4: Legt man über das Audio(Digital-)Kabel ein Mantelstromfilter in Form eines Ferritringes, sind die Auswirkungen geringer. Lösung 5: Schließt man das Audiokabel über einen 'Übertrager (galvanische Trennung und HF-Dämpfung) an, sind die Auswirkungen geringer.
Lösung 6: Verbindet man die Gerätegehäuse mit einem kurzen Masseband, evtl. Schutzerde, sind die Auswirkungen geringer.
Mehrere Maßnahmen, geschickt kombiniert, bringen das beste Ergebnis.

Praxis gegen Störungen:
Jedes Gerät wird mit der "besseren" Netzsteckerposition angeschlossen. Die Netzverteilerspinne mit gleichlangen Zuleitungen zu jedem Gerät synchronisiert die Ankunft der Störung bei allen Geräten. Alle Gehäuse (auch Rack/Boards) sind mit kurzen Massebändern elektrisch verbunden (der Reihe nach oder sternförmig zum Vorverstärker). Störungen werden neben den Audioverbindungen abgeleitet. Ein Faraday´scher Käfig baut sich auf.
Audioleitungen werden L/R miteinander verdrillt (gegen Uhrzeigersinn). Signalleitungen werden mit Übertragern symmetriert, Mantelstromfilter aufgesetzt.
Signalleitungen werden fern von Netzkabel verlegt.
Jedes Gerät wird über ein eigenes Netzfilter angeschlossen. Selbsterzeugte Störungen werden nicht ins Netz gegeben (Digitalgeräte). Alle Geräte werden über ein gemeinsames hochwertiges Netzfilter versorgt oder über individuelle Filter. Störungen werden abgefangen.
 

Der Netzanschluß ist nach IEC meist wie im Bild belegt: L steht für Leiter 1/2/3 = Phase, N für Null = Mittelpunktleiter MP, E für Erde, Schutzerde, Schuko). Der überwiegende Teil der Hersteller hält sich an dieses Schema, sofern ein Bewußtsein für die Unterschiede der Netzpolung vorhanden ist.
Bild / Strom(A) / Temp(°C)/ Normblatt
0,2 65° C2
2,5 65° C8
6 65° C10
10 65° C18
10 65° C14
10 120° C16
Netzanschluß mit IEC-Steckern (IEC/CEI Publ. 320-1981) gängigste Typen sind grau hinterlegt
Wenn man mit abnehmbaren Kabeln arbeiten möchte ( z.B. zu Testzwecken), welches Kabel das beste Ergebnis in Verbindung mit dem Gerät und seinen Anforderungen bringt, kann (selbstverständlich nach Ziehen des Netzsteckers) das Originalkabel 10 cm außerhalb des Gerätes abgeschnitten werden und dieser abgebildete Kaltgerätestecker angeschraubt werden. Damit ist das Netzkabel frei wählbar, es muß jedoch berücksichtigt werden, daß sowohl Verluste in der Steckverbindung als auch eine Inhomogenität durch den Mix zweier Netzkabel entsteht. In der Summe der Eigenschaften ist es eher ratsam, das neue Netzkabel im Gerät fest zu verlöten. Als Zwischenlösung bietet der Stecker jedoch den enormen Vorteil, daß das optimale Kabel ohne allzugroßen Arbeitsaufwand leicht gefunden werden kann. Der mittlere Pin ist die Schutzerde, er wird mit dem gelb-grünen Leiter verbunden, bei 2 adrigen Anschlüssen ignoriert.
Netzspannungskonstanthalter
Netzspannungskonstanthalter sorgen für stabile Netzspannung und kosten um euro 200.-.
Unsere Version ist mit audiophilen Kabeln /Netzsteckverbindern verschaltet (Aufpreis).
Mit einem Netzspannungskonstanthalter kann man alte 220 V Geräte sicher an 230 V betreiben. Wir stellen die gewünschte Spannung nach Wunsch exakt vorher ein.
Netzfilter basieren fast immer auf dieser stromkompensierten Doppelspule - sie ist verlustbehaftet, aber in vielen Fällen entschädigt der Gewinn an Ruhe im Klangbild für den Verlust an absoluter Härte bei den Impulsspitzen. Wir haben Methoden zur Kompensation der Durchgangsverluste. Die Spule wird so gewickelt, daß der Verbraucher einen reduzierten Widerstand vorfindet (schwarze Pfeile), die Störungen dagegen einen erhöhten Widerstand (blaue Pfeile). Diese Methoder erreicht eine gute Gleichtaktunterdrückung. Die Spulen werden meist mit Kondensatoren in ihrer Filterwirkung unterstützt. Schaltbild: 

 
    Preis €
Netzfilter TMR FS 5 460.-
Netzfilter TMR FS 15   869.-
Netzfilter dpa   205.-
Netzfilter Holger Stein   205.-
Netzfilter MFE   358.-
Netzfilter Low-Cost Einbau- Kaltgerätestecker   18.-
Audioplan FineFilter G   250.-
Audioplan FineFilter S 460.-
Audioplan Power plant 100G   320.-
Audioplan Power plant 100S 460.-
Netz Enhancer, Netenhancer   103.-
Simba Klammer   153.-
Netz-Absorptionskabel TMR NK1 1,5 qmm   1,25 m: 46.-
Netz-Absorptionskabel Audiocom 2,5 qmm 1,25 m: 61.-
Groneberg Netzkabel   1,25 m: 61.-
Steckdosenleiste "TMR" 1,25 m: €141.- 2,5 m: 158.-
Steckdosenleiste "Groneberg" 1,25 m: €138.- 2,5 m: 179.-
Netzspinne für 5 Geräte 1,25 m / 5x 0,75m Kaltgerätekupplung
Netzspinne "TMR" 3 adr. 1,5 qmm, Dämpfung 179.-
Netzspinne "Groneberg" 4 adr. = 2 x 3 qmm, Schirmung 266.-
Netzssterndose "Neuklang" für 4 Geräte 2,50 m / 3qmm eff. 153.-
Erdungsschiene für sternförmige Erdung aller Geräte 5.-
Schirmgeflecht zur zusätzlichen Abschirmung   1m: 5.-
Stahlpanzer zur zusätzlichen Abschirmung   1m: 5.-
Masseband 4qmm   1m: 2.60
TDK Ferrit Mantelstromfilter    5.-bis25.-
Versalab Red Rollers   128.-
Ferritring   2.60
Marantz DLT 1 Übertrager   331.-
Meßgerät f. Netzsteckerpos.Bestimmung   46.-
einfaches Gerät f. Netzsteckerpos.Bestimmg. 5.-
Kabel-Enhancer "fast Live"   51.-
Kabel-Entmagnetisierer "The Gryphon Exorcist"   a.A.
ENACOM   Tagespreis
HF-X Netz 50.-
Leihgebühr Meßgerät f. Netzsteckerpos.   5.-
Leihgebühr Kabel-Enhancer   5.-
Leihgebühr Kabel-Entmagnetisierer   5.-
Netzkabelstecker IEC 4.-
Netzkabelkupplung nickelfrei Abb. unten 2.v.l.   5.-
Netzstecker Messing"Groneberg" 8.-
Netzstecker Messing vergoldet  ^^ 25.-
Sicherungshalter für Hutschienen
(ersetzt die gängigen Automaten)
mit versilberten Kontakten
2x passender Sicherungseinsatz 
(=1 Einsatz + 1 Reserve)
16 A (s.: Bericht Stereo 4/03)
25.-

Neuere Erkenntnisse:
Antennen und Kabel unterscheiden sich nur wenig. Leider fangen Kabel aller Art elektromagnetische Wellen ein. Eine neue Methode, entwickelt von Mr. Enokido, Japan, reduziert die Kabel-bezogene Hochfrequenz. Besuchen Sie unsere Website http://www.fl-electronic.de/live_connection/enacom.html sowie unsere Website http://www.fl-electronic.de/live_connection/hf-x.html  mit unserem preiswerten und umfassenden Programm zur Klangsteigerung von Netzleitungen, Netzdosen, Audiokabeln, Digitalkabeln und Lautsprecherleitungen. Der Signalweg wird nicht unterbrochen, sondern parallel am Ende abgeschlossen! Die Auswirkungen auf Lebendigkeit, Plastizität und Brillanz des Klangbildes sind beachtlich!

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