Partyschaden

warum bei der Party die Hochtöner durchbrennen und wie man es verhindern kann


Warum kann ein Verstärker mit 50 Watt eine Lautsprecherbox mit 100 Watt beschädigen ?
 
 
Der Irrtum Die Realität
Ein schwächerer Verstärker kann eine höher belastbare Box nicht beschädigen Bei einer Party geht der Lautsprecher doch kaputt, wenn auch erst später
Die Herstellerangabe über die Belastbarkeit des  Lautsprecher wird vom Lautsprecher zuverlässig eingehalten Insbesondere billige Lautsprecher verkaufen sich besser, wenn der Hersteller hohe Belastbarkeitswerte aufdruckt, eine amtliche Kontrolle findet aber nicht statt.
Eine Lautsprecherbox mit 100 Watt kann mit 100 Watt belastet werden Eine Lautsprecherbox mit 100 Watt hat Basslautsprecher, Hochtöner, eventuell Mitteltöner, die unterschiedliche Belastungsreserven haben. Typischer Hochtöner 7Watt


 

Die Statistik zeigt in Musik einen natürlichen Abfall der hohen Frequenzen, ab 2kHz geht es stetig bergab. Der Hochtöner braucht deshalb erheblich weniger Leistung umsetzen (10%)  als der Basslautsprecher. Er ist klein und kann deshalb auch die hohen Frequenzen schnell übertragen, viel besser als der große schwere Tieftöner.
 

Der Tieftöner kann den Brillanzbereich nicht ausrechend abdecken, deshalb wird ein Hochtöner zur Unterstützung kombiniert, Die rote Linie zeigt den Frequenzgang auf der Achse, die blaue den Frequenzgang außerhalb der Achse, also beschreibt mehr das Rundumabstrahlverhalten.
Mit der Frequenzweiche wird bewußt der Übertragungsbereich des Tieftöners beschnitten, schnelle Impulse werden "entschärft"
 

Das Bild zeigt die Aufteilung Basslautsprecher bis 2 kHz , Hochtöner ab 2kHz aufwärts.
Der Hochtöner übernimmt alle Frequenzen, alle Energie im oberen Bereich. 
Das betrifft alle Obertöne der Musik sowie alle Oberwellen, die der Verstärker erzeugt (Klirrfaktor).
Die Frequenzweiche weist dem Höchtöner alle entsprechenden Frequenzanzeile zu.

100 Watt Belastbarkeit sind 100 Watt Wenn die Box kalt ist, verträgt sie mehr Leistung; wenn sie durch Partygebrauch schon vorgeheizt ist, ist die kurzzeitige Zusatzbelastung geringer.
Das bedeutet, daß dasselbe Musikstück bei gleicher Einstellung der Anlage anfangs leine Beschädigung verursacht, später aber zur Zerstörung führen kann.
Ein Verstärker mit 50 Watt kann nicht mehr als 50 Watt abgeben. Wenn der Verstärker mit 50 Watt ausgesteuert ist, hat er keine Reserve darüber hinaus, um die Musik unverzerrt wiederzugeben.
Verlangt man ihm mehr Leistung ab, als er sauber abgeben kann, wird das Signal lauter, aber verzerrt wiedergegen. Es entsteht "Clipping". Diese Verzerrungen enthalten überwiegend Obertöne.
Diese überfordern gegebenenfalls den Hochtöner, weil zu dem Obertongehalt der Musik die heftigen Verzerrungen noch hinzuaddieren..
Ein Sinuston wird durch Begrenzung (Clipping) zum Rechtecksignal. Die Energie im Rechteck ist doppelt so groß wie im sauberen Sinus. Das überfordert gegebenenfalls den Tieftöner, wenn der 50 W Verstärker 100W Leistung abgibt.
Das absolute Ende Wenn man Pech hat, brennt durch den beschädigten Tieftöner / Kurzschluß dann auch noch der Verstärker durch.
Die volle Leistung erreicht man erst, wenn der Verstärker voll aufgedreht wird Die meisten Verstärker erreichen ihre Höchstleistung bei Lautstärkereglerposition  "12 Uhr", darüber hinaus gibt es meist Verzerrungen und Schäden. Für leise Signalquellen wie gering ausgesteuerte Cassetten, muß eine Einstellreserve vorhanden sein. Bei CD-Playern kommt typisch der 8-fache Pegel !
Die Lösung:  Den Verstärker nur im sicheren sauberen Bereich betreiben.

Vor den Hochtöner schaltet man eine Sicherung mit 0,7A mittelträge, am einfachsten mit einer Schmelzsicherung im Sicherungshalter mit Bajonettverschluß. 
Oder mit einer selbstrückstellenden Halbleitersicherung an deren Stelle.

Bei Lautsprechern mit Standard-Anschlußfeld (A) muß die Sicherung zwischen Frequenzweiche und Hochtöner eingesetzt werden, am einfachsten erreichbar, indem man den Hochtöner herausschraubt.

Bei Lautsprechern mit Bi-Wiring Anschlußfeld (B) entfernt man die Brücken (C) und legt zwischen Baß und Hochtonklemmen (rot) eine Sicherung, zwischen schwarz eine Drahtbrücke.
Wer Bi-Wiring-Verkabelung einsetzt, am Verstärker an Lautsprecher A den Bass, an B den Hochton angeschlossen hat, setzt die Sicherung wie vorstehend ein, und schaltet bei Parties B ab. Der Strom zum Hochton + geht über die Bassleitung und dann über die Sicherung. Der - Pol hat immer Kontakt. 

Mehr über Leistung und Clipping

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