Tapedeck  Reinigung

Beste Arbeitsbedingungen schaffen beste Ergebnisse:

Mechanisch einwandfrei  kann das Band am Tonkopf die vollständige Information wiedergeben, wenn die Tonköpfe und Tonwelle(n) perfekt sauber sind und rund laufen. Optimiert: Regelmäßige Reinigung der Tonköpfe und der Antriebswelle (Capstan) mit 97% Alkohol und der Gummiandruckrolle mit Ajax Glasrein oder 50% Alkohol. Den Tonkopf  befreit das Reinigungsvorspannband der meisten Cassetten von Abrieb, deshalb ist er meistens sauber.
Optimal: Eine Naßreinigungscassette vor jeder Aufnahme einsetzen, die alle Bandlaufteile gleichzeitig mitreinigt oder eine Reinigung von Hand.

Elektrisch ungestört sollen die Geräte betrieben werden. Störströme gleichen sich neben dem Musiksignal über die Audiokabel zwischen den Geräten aus. Optimiert: Die phasenrichtige Netzsteckerposition läßt eine reinere Signalübertragung zum Verstärker zu. Achten Sie auf die Phase am Netzstecker, wenn das Gerät ans Netz angeschlossen wird. Mit einem Elektroschraubendreher (Phasenprüfer) erkennt man die Phase an der Steckdose.
Optimal: Einsatz eines guten Netzfilters.

Verlustfrei und ungestört soll das Kabel das vollständige Signal von der Quelle  zum Verstärker abliefern. Hochwertige Kabel mit festsitzenden Steckern ermöglichen besseren Klang.
Optimal: Feinabstimmung der Anlage mit dem Kabel, das am besten klingt!

Richtig eingemessen und ausgesteuert bringt das Zusammenspiel von Gerät und Band nochmal soviel. Meist gilt beim BIAS - Regler (Vormagnetisierung): Rechtsdrehung = dumpfer, links=heller. Die 0-dB-Marke (Beginn des roten Bereichs) der Aussteuerungsanzeige darf als historische Einheit je nach Gerät und Bandsorte weit überschritten werden.
Kopieren von Bändern sollte man immer von der schlechteren auf die bessere Cassettensorte! Grundsätzlich multiplizieren sich alle Fehler, z.B. Sättigungsprobleme. Deshalb beim Überspielen den Pegel um 1-2dB herabsetzen oder besseres Band verwenden. Bei Doppelrecordern gilt: Wenn die Wiedergabe immer in dem Wiedergabelaufwerk geschieht, wird das Aufnahmegerät optimal geschont und bleibt sehr lange in einem perfekten Zustand. Im Gegensatz zum Wiedergabegerät würde sich hier Verschleiß schnell in Form schlechter Aufnahmen unangenehm bemerkbar machen,


Das Bild zeigt den Bandlauf eines Cassettenrecorders - Tapedecks- und die Pfeile weisen auf die zu reinigenden Teile hin. Dabei sind die dunklen Pfeile mit Tonwellen und Aufnahmekopf besonders wichtig, die hellen Pfeile mit Gummiandruckrolle, Lösch- und Wiedergabekopf  sind sekundär.
Beim Kauf einer Reinigungscassette muss man bedenken, dass ein leicht schmirgelndes Band mit den Tonwellen mitgenommen wird, also sich daran nicht reibt, somit eine Reinigung der Tonwelle nicht stattfindet.
Das Problem an den Tonwellen  liegtt bei den Bandkanten, der Abrieb verdickt die Welle, verzieht das Band seitlich und verursacht Beschädigung an den Bandkanten.
In der Praxis sollte man das Augenmerk auf die Tonwellen richten, eine Nassreinigung mit Filz und Alkohol ist hier solange erforderlich, bis die Wellen wieder  absolut blank sind. Der Zustand der Tonköpfe ist erfahrungsgemäss eher vom Verschleiss bestimmt, weniger von Verschmutzung. Manchmal muss man mit einem Holzspatel, Streichholz o.Ä. Rückstände entfernen, dann ist entweder der Tonkopfverschleiss fortgeschritten, oder Kleberreste binden  Bandabrieb. Der Kleber kann vom Übergang des Vorspannbandes sich abgesetzt habren und beim Einsatz schärfere Lösungsmittel ist extreme Vorsicht angesagt, damit der Kopf nicht beschädigt wird (auch gibt es Fälle von angelösten Q-Tips, die einen Plastikfilm auf dem Kopf hinterlassen haben).
 

Entmagnetisierung:

Um diesen Begriff ranken sich viele Mythen.
Es gibt in der Physik die Remananz, die Magnetfelder,  die nach einer Magnetisiserung zurückbleiben, sind kleiner als das Erregerfeld. Das heisst, durch das vom Kopf erzeugte Magnetfeld kann nicht das Band ein solches Magnetfeld behalten, das so stark ist, dass es den Kopf wiederum dauerhaft magnetisiert.

Der Tonkopf kann durch diese drei Fälle magnetisiert worden sein:

1. Eine benutzte fremde Cassette hatte ein starkes Gleichfeld (z.B.: aus einem Taschendiktiergerät, das einen Permanentmagnet statt Löschkopf benutzt), diese magnetisiert den Kopf /Köpfe. Kann man vermeiden.

2. Mit einem magnetischen Gegenstand (z.B.: magn. Werkzeug) wurde der Kopf berührt. Kann man vermeiden.

3. Der Löschoszillator arbeitet unsymmetrisch, der Kopf wird von innen magnetisiert. Das Gerät muss in die Werkstatt.

Magnetisierung erkennt man am Übergang von Vorspann auf das Band, gibt es bei einer frisch gelöschten Cassette hier einen Plopp, ist ein Gleichfeld auf dem Band. Das Bandrauschen hat seinen Ursprung in der Grösse und Verteilung der Magnetitpartikel auf der Trägerfolie.
 
 

Mehr Info erhalten Sie hier:

FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig
Tel.: 0531 / 342155
Fax: 0531 / 344900
E-Mail: info@FL-electronic.de

[ Home | Zurück zu Index ]
© FL-electronic GmbH 2000
Info@FL-electronic.de