Löten

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Zinn hat die einzigartige Eigenschaft, mit den meisten Metallen Legierungen eingehen zu können. Das führt zu der Methode, damit Metalle zu verbinden.
Warum Löten:
In der Hifi-Kette ist das saubere Verbinden von Steckern, Kabeln, Bauteilen sehr wichtig, Wackelkontakte oder variable Übergangswiderstände müssen unbedingt vermieden werden. Oxidschichten im Signalweg sind nicht nur schlecht bis gar nicht leitfähig, sie erzeugen auch Thermospannungen (thermoelektrische Effekte nach Seebeck: wenn verschiedene Materialien verbunden sind, und Temperaturdifferenzen vorhanden sind, entstehen Thermospannungen). Da jede Stromquelle eine Unregelmässigkeit aufweist, entsteht im Wechselspannungsbereich eine Rauschkomponente. Konstante Temperaturverhältnisse sind im Betrieb wünschenswert, einer der vielen Gründe, warum warmgespielte Elektronik hörbar besser klingt. Gleichzeitig sind möglichst wenige verschiedenartige Materialien und Freiheit von Oxiden klares Ziel bei Verbindungen. Als Alternative zum Löten weicht man gern auf gequetschte/ gekrimpte/ kaltverschweisste Verbindung aus.
Material verbunden mit Koeffizient 
uV/Grad C
Kupfer Kupfer >0,2
Kupfer Silber 0,3
Kupfer Gold 0,3
Kupfer Blei-Zinn 1-3
Kupfer Silizium 400
Kupfer Kovar 40-75
Kupfer Kupferoxid 1000

Angemessen:
Das Lötzinn und seine Zusammensetzung aus Zinn und Blei, sowie spezielle Zusätze wie Kupfer oder Silber, sind in langjähriger Erfahrung von Experten gemischt  und dienen der optimalen Verbindung mit hoher Beständigkeit in elektrischer wie mechanischer Hinsicht. Eine Flussmittelseele in dem Kern des Lötdrahts sorgt für gleichmässige Zufuhr des Antioxidationsmittels, mit dem die meist Kupferoberfläche für die Lötverbindung aufbereitet wird, andererseits wird die Oberflächenspannung des Lots verändert. Die Abdeckung der Verbindungsstelle hält Luftsauerstoff fern.

die gezeigte Abbildung zeigt oben den Aufbau einer Lötverbindung darunter jeweils eine gute und eine schlechte Methode bzw. Ergebnis.
Ergänzend sollte hinzugefügt werden, dass die Abbildungen schematisiert sind, d.h., dass eine gute Lötverbindung unter HiFi-Aspekten mechanisch fest, aber elektrisch eine direkte Verbindung der Teile mit fixierendem Lot um diese Berührstelle herum ist. Man zieht also die Drahtschlinge an die scharfe Kante des Lötauges, um den Draht dann festzulöten, oder steckt ein Bauteil durch die Leiterplatte und biegt den Draht leicht schräg, um einen Direktkontakt herzustellen, der dann mit Lot fixiert wird.

Die Löttemperatur hängt von dem verwendeten Lot  (Schmelzpunkt/Fliesstemperatur) ab, aber auch von der Leistung des Lötkolbens und der Grösse der zu verlötenden Teile und ihrer Wärmeableitung. So geht eine Lötstelle an einer Ecke eines Blechs schnell, in der Mitte langsam, da dort die Wärme in alle Richtungen abfliesst, an der Ecke jedoch nur in eine Richtung. Das zu verlötende Gut muss so heiss werden, dass das Lötzinn darüberfliesst, deshalb ist die Methode, Lötzinn am Kolben schmelzen und hinüberlöffeln, kein Löten, richtig dagegen, mit dem Kolben das Lötgut vorwärmen, dann Lötzinn dazugeben. Darüberblasen bringt Unruhe und unregelmässige Abkühlung, diese Lötstellen sind i.d.R. schlecht. Optimale Lötstellen kann man praktisch nur unter gleichmässigen Bedingungen herstellen, wie mit einem überdimensionierten Lötkolben, der mit einer Temperaturregelung ausgestattet sein sollte.
Hersteller, wie zum Beispiel ERSA, stellen magnetfeldfreie Lötkolben her, die Lötstellen von anderen Einflussgrössen freihalten wie Magnetfelder und ihre negativen Auswirkungen auf den Klang, sobald das Lötgut ferromagnetische Eigenschaften (oder Verunreinigungen) besitzt .
 

Möglichkeiten zur Auswahl

WBT Silberlot
Groneberg Lot
Lot mit Kupfer
Bleifreies Lot

Lötkolben: ERSA mit dauerhafter Lötspitze

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