Inside TACT RCS 2.0

Praktische Erfahrungen mit TACT RCS 2.0
Digitaler Vorverstärker / Raum Korrektur System
030803
Fernbedienung RCS
In der praktischen Arbeit mit Raum Korrektur Systemspielt die Fernbedienung eine wesentliche Rolle, wenn auch sie in der Bedienungsanleitung nicht weiter erwähnt wird.
Power: Schaltet an und aus (Stand-By). Erwähnenswert: ein Signal vom CD-Player wird als seine Ruhesignal mit seiner Clockfrequenz auch im Stand-By-Betrieb weitergereicht,  das hält einen nachgeschalteten TacT Millennium eingeschaltet. Offenbar geht die Schaltung der RCS auf Stand-By und hat ein Audio-Mute, aber keine Totalabschaltung.

Digital : Eingangswahl, schaltet D1, D2, D3, D4(AES/EBU), D5(optisch) Eingänge weiter

Analog : Eingangswahl, schaltet A1(mit Pegelabschwächer), A2, A3, A4 Eingänge weiter

Correction 1-9 : Wählt die unter Speicher 1-9 programmierten Programme zur Raumkorrektur. Im Display des RCS erscheint neben der Zahl der zu diesem Programmspeicherplatz programmierte Text.

Bypass : Deaktiviert jegliche Korrektur.

Video : (für später Funktionen bei TCS)

Menue : Schaltet die Ebenen des Display der RCS-Einheit um, Auswahl der Funktionen mit den nachfolgenden Tasten:

Oben, Unten, Links, Rechts, Enter

Enter : Bestätigt die angewählte Funktion, die in der Anzeige unterstrichen wurde.

Oben, Unten : Veränderung der Pegel / Verzögerung auf- und abwärts. Mit Enter bestätigen.

Links, Rechts : Sprung zur nächsten Funktion in der Anzeige. Mit Enter bestätigen.

Anzeige: Delay, Level, ADC, Display, Test

Delay : Zeigt die programmierte Verzögerung (in der Regel:) eines Kanals an, in Schritten von + 0,01 Millisekunden. Mit den Correction 1-9 Tasten kann derweil der Speicher direkt gewählt werden, dessen Konfiguration umgestellt werden soll (gilt nicht für Bypass). Der gewählte Programmspeicherplatz wird oben rechts angezeigt. Stellen Sie zunächst nach der Programmierung nichts um, weil die Messung diese Ergebnisse erzielt hat. Sind Sie unzufrieden, stellen Sie gleiche Werte ein, wenn Sie in der Mitte sitzen,  sitzen Sie ausserhalb des Zentrums, dann stellen Sie für die nähere Box pro 3,4mm Wegdifferenz 0,01ms ein.

Level : Zeigt die programmierte Pegelvoreinstellung beider Kanals an, in Schritten von - 0,1 dB (zusätzliche Abschwächung). Falls das System Verzerrungen zeigt, kann hier soweit abgeschwächt werden, bis die Hörschwelle für Klirr unterschritten wird. Stellen Sie zunächst nach der Programmierung nichts um, weil die Messung diese Ergebnisse erzielt hat. Sind Sie unzufrieden, stellen Sie gleiche Werte ein, wenn Sie in der Mitte sitzen. Mit den Correction 1-9 Tasten kann derweil der Speicher gewählt werden, dessen Konfiguration umgestellt werden soll (gilt auch für Bypass). Der gewählte Programmspeicherplatz wird oben rechts angezeigt.

ADC : Zur Wahl der Abtastrate des Analog-Digital-Wandlers (sofern vorhanden) zwischen 44.1 kHz, 48 oder 96 kHz. Die programmierte Frequenz wird oben rechts angezeigt.  Wenn 44.1 kHz angewählt werden, gleichzeitig ein Laufwerk mit ClockGate angewählt ist bei D1-4, wird der Wandler seine Daten clocksynchron zum CD-Laufwerk  and den Ausgang weitergeben. Das ist interessant für die Benutzung eines abtastratenwandlerfreien Eingangs des TacT Millennium (Clocklink, Analog). Millennium Mk2 unterstützt noch nicht 96kHz, deshalb kein Signal, ab späterem Millennium Mk3 oder bei Verwendung separater Analogendstufen ist 96 kHz die beste Wahl.

Display : Ermöglicht die Funktion Display abschalten (= Timeout on), es erscheint die Anzeige " Timeout on" oder "Timeout off". Die programmierte Funktion wird oben rechts angezeigt.
Im Betrieb muss die Fernbedienung einmal betätigt werden, um das Display / Fernbedienung wieder zu aktivieren, dann ein zweites Mal, um die gewünschte Funktion zu übermitteln. Wenn das Display abgeschaltet ist, erscheint ON anstelle der Lautstärkeanzeige.

Test : Erzeugt ein breitbandiges Rauschsignal, um die einzelnen Kanäle auf Funktion zu prüfen. Die Kanäle (L, R) können einzeln angewählt werden, aber auch gemeinsam (L+R)

Out* : Stereo-, Mono-, linkes oder rechtes Signal auf beiden Ausgängen.

Anl* : Analogausgangspegel  +/-6dB zur Anpassung an die Eingangsempfindlichkeit des Endverstärkers.

Rem* : Schaltet die Fernbedienung AN/AUS.

Addr*  : Adresse der RCS 001(nur ändern bei Steuerung mehrerer TacT-Produkte an einem Computer).

*erst ab Software V1.1 aufwärts

Mute :  Stummschaltung der RCS-Einheit, das Gerät pegelt die Lautstärke auf 0 (Display: ---), erneutes Drücken der Taste deaktiviert die Funktion.

Volume : Auf  und Ab für mehr / weniger Lautstärke (Anzeige bis 99.9)
 

TacT RCS 2.0

Im Display der Einheit  erscheint  links D 1-5 oder A1-4, CR: Text (wie programmiert), FS des ADC (hier: --, nicht angewählt, Digitaleingang ohne Signal), 99.4 als Anzeige der eingestellten Lautstärke
in der Zeile unten: -0.5dB (Abschwächung bezogen auf Maximal Level 99.9) und die POL (Polarität oder Phasenlage), die kanalweise umgestellt werden kann.
Mit dieser einzigartigen Funktion kann z.B. festgestellt werden, ob beide Kanäle eines Plattenspielers oder Lautsprechers richtig gepolt sind, oder, welcher von beiden die richtige Phase hat, wenn nur einer verpolt ist!

TacT RCS2.0 Rückansicht
Der Netzanschluß ist IEC-konform
L steht für Leiter 1/2/3 = Phase, N für Null =Mittelpunktleiter MP, E für Erde, Schutzerde= Schuko)
Bei der Raumkorrektureinheit ist der Pin für Phase an der Geräteaussenseite, da die Einbausteckdose umgekehrt eingebaut ist, um bei gestecktem Netzkabel den Schalter zu erreichen.
 

Tips für die praktische Arbeit:
Bei der Bearbeitung der Zielkurven gibt es zunächst zwei Fragen:
Warum ist die Basskurve nicht linear ? Warum hat der Hochtonbereich diesen Abfall ?
Bassempfindung ist eine Frage von Intensität und Dauer. Wird der Bass trockener, also verkürzt auf seine reale Dauer, entsteht der Eindruck, der Bass wäre weniger, nur weil der Raum weniger nachklingt. Die Anhebung der Zielkurve gleicht diesen Effekt an die Gewohnheit an und ist eine persönliche Geschmacksache (auch Software wie CARA, mit deren Hilfe eine Lautsprecherplatzierung im Raum optimiert werden soll, geht als Ideal von einem steigen Abfall zu den Höhen um etwa 1 dB pro Oktave aus).
Im Hochtonbereich wird das Micro durch Diffusanteile desselben Signals (von den Wänden reflektiert ) im Pegel abgeschwächt. Damit die Korrektur nicht einen Messfehler kompensiert, hat die Zielkurve eine entsprechende Anpassung. Über diesen Messfehler informiert Bruel&Kjaer oder unsere Seite über Diffusfeldmikrofone
 Hört man die Lautsprecher im Nahfeld ab, also etwa 1 m von der Box entfernt, kann der Kurvenverlauf linearer eingestellt sein. Der Raum hat dann sowieso kleineren Einfluss.
 

Stativ mit Ausleger

elastische Aufhängung
Die Mikrofonaufstellung hat 2  Problemzonen: Kammfiltereffekte und Körperschalleinkopplung. Das Micro sollte deshalb vibrationsisoliert aufgestellt werden und frei von reflektierenden Flächen, die das Ohr des Hörers sonst nicht betreffen (z.B. Sitzfläche und Lehne des Stuhls, auf dem der Hörer sonst sitzt, sollten mit Kissen gedämpft sein). Es ist gewünscht, dass diese Effekte, die für den Hörer relevant sind, durch das Mikrofon erfasst werden und durch RCS kompensiert werden. Das Bild zeigt das Prinzip, die genannten Masse sollen aber nicht dazu verleiten, das Micro anders als in Ohrhöhe aufzustellen (Sessel etwa 1.05m, Stuhl ca 1.22m). 
Dabei hilft  ein Stativ mit Ausleger und eine Vibrationsentkopplung für das Mikrofon.
Euro 35.- Euro 15.-

Allgemeine Information über Hören und Akustik : http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/
Hörschwelle Schmerzgrenze
Das Ohr hat die höchste Empfindlichkeit bei 3 KHz, die geringste im Tiefbass. Die Kurven zeigen zwischen Hörschwelle und Schmerzgrenze im Tiefbass und Hochtonbereich nur 40 dB, im Mitteltonbereich dagegen 140 dB. Von Fletcher /Munson wurden Kurven gleicher Lautstärkeempfindung festgestellt, die in der Vergangenheit sich in der "Loudnesskorrektur" niederschlugen Die Kurven wurden später als ISO 226 neu erfaßt und 2003 revidiert. Es gibt mehrere gute Gründe, weshalb diese Einrichtung bei vielen audiophilen Geräten nicht eingesetzt wird.
Die benötigten Filter haben Nebenwirkungen (die bei RCS wegen der Funktionsprinzipien entfallen) und eine Originaldarbietung macht auch keine Bassanhebung, nur weil der Zuhörer etwas entferner sitzt und deshalb alles etwas leiser hört... aber der Verstärker hebt bei eingeschalteter Loudness die Frequenzen um denselben Pegel an, ob die Aufnahme laut oder leise ist.
Kurz : Als Kompromiss man darf eine Kurve erstellen, die bei kleinen Lautstärkern eine etwas stärkere Bass- und Höhenanhebung vorsieht, die so gewonnene Korrekur sollte aber geringen Lautstärken vorbehalten bleiben.
Für verschiedene Lautstärkebereiche lassen sich verschiedene Zielkurven definieren, die dann gewählt werden, wenn die Lautstärke gewechselt werden soll. Mit dem Speicherplatz 1-9 hat man also eine Möglichkeit, 9 Lautstärkeschritte zu wählen, für eine Feinkorrektur steht der gewohnte Lautstärkeregler zur Verfügung. Zugrundegelegt wird eine Messung und Zielkurve, die dem Hörer besonders gefällt, für kleinere Pegel wird vor allem der Bass entsprechend angehoben.
Die Auswertung der Pulse durch den Computer könnte man für eine grafische Darstellung von Frequenzgang und Ausklingzeit verwenden, RCS bietet diese Möglichkeit nicht, weil die Rechnerleistung zum Programmieren der DSPs in dem RCS Gerät benötigt wird. Schließlich ist es die Aufgabe des RCS Konzepts , mit der Umkehrung der mathematischen Funktionen eine Eigenschaft in den Signalweg einzubringen, die im Signaldurchlauf Quelle- RCS- Verstärker- Lautsprecher- Raum das Lautsprecher- Raum kompensiert und das Gesamtverhalten perfektioniert.
Eine Fourierreihenanalyse der Impulsantwort würde sonst zu der Darstellung  "Wasserfalldiagramm" führen, wo in diesem Fall bei 5 kHz eine erkennbare Resonanzstelle zu ausgeprägtem Nachklingen führt. Mit RCS wird der Frequenzgang nicht nur linearisiert, auch das Ausklingen wird deutlich verkürzt. Das betrifft alle Frequenzen, vor allem auch den Baß. Dadurch wirkt das Klangbild sofort ungewohnt magerer, weil der Bass eben nicht mehr nachdröhnt. Mit der richtigen Zielkurvenwahl bzw. Kurvenmanipulation kann der Klang dann nach Wunsch angepaßt werden, und die Ausklingvorgänge bleiben trotzdem sauber und frei von Dröhnen.
Für die unterschiedlichen Abstände und daraus resultierenden Laufzeitdifferenzen wird die Raumkorrektur automatisch Verzögerungszeiten einsetzen und für verschiedene Sitzplätze unterschiedliche Korrekturen erstellen. Eventuell kann über das Menü auf der Frontplatte manuell die Verzögerung so eingestellt werden, daß sich eine optimale räumliche Abbildung ergibt. Die neue Generation RCS 2.2X mit 2 Stereoausgängen ermöglicht individuelle Kanalverzögerung aller  Lautsprecher

Hinweis zu diffusfeldmic.html, der Seite über Zielkurve, Mikrofone und Aufstellung die Antwort, warum eine Zielkurve in den Höhen abfallen muss.

Betrachtung einer praktischen Messung

Der Frequenzgang einer bekannten Lautsprecherbox mit 1m Wandabstand im Raum mit 4.30 m Länge. Die fundamentale Raumresonanz liegt bei 40 Hz, der Wandabstand 1m führt zu einer Auslöschung bei 86 Hz, sie reicht von 60 Hz bis 120 Hz.
Bei 244 Hz ist der rückwärtig abgestrahlte Schallanteil im Gehäuse reflektiert und führt zur Auslöschung. Bei 3 kHz liegt die Übergangsfrequenz des Hochtöners und der folgende Abfall ist bedingt durch die Diffusfeldbedingungen am Sitzplatz.
Pegelunterschiede beim Hochtöner sind oft durch geringfügig unterschiedliche Wandabstände bedingt.

Man sollte bei der Gestaltung/Bearbeitung der Zielkurve zunächst den Anstieg oberhalb 16 Hz beobachten, meist führt er direkt zur Raumresonanz. Dei Zielkurve darf diese Resonanz unterschneiden. Bedingt durch Wandabstand und Gehäuse-interne Reflektionen gibt es 2 auffällige Auslöschungen, hier bei 86 und 244 Hz. Sie sollen nicht korrigiert werden, egal wieviel Pegel hier hineingegeben wird, der Mechanismus, der zur Auslöschung führt, bleibt erhalten, er ist durch lokale Abmessungen vorgegeben.
Die Zielkurve soll diesen Vertiefungen weitgehend folgen, um Übersteuerung des Verstärkers und Anschlagen der Chassis zu vermeiden.

In der praktischen Arbeit mit Raum Korrektur können folgende Probleme (oft durch Fehlbedienung) auftreten:

Die Lautstärke wird beim Durchlaufen eines Digitalsignals durch das RCS geringer:
Normal, typisch für alle DSP Geräte. Wenn das Signal an einer Stelle angehoben wird, darf der digitale Rahmen nicht nach oben durchbrochen werden (Übersteuerung), also wird alles nach unten verschoben. Der Lautstärkeunterschied durch Zwischenschalten der RCS Einheit fällt zunächst nur bei Verwendung des Tact Millennium oder eines D/A-Wandlers auf. Aber auch, wenn auf Bypass geschaltet wird. Je nach Korrektur fallen die Pegel unterschiedlich aus.
Die Abschwächung des Signals (Lautstärke) ist zwangsweise mit einer Verschiebung digitaler Daten verbunden, deshalb ist es ratsam, die HiFi-Anlage so einzurichten, dass bei 99.9 die gewünschte maximale Lautstärke erreicht wird, die unter normalen Bedingungen im Wohnraum auch genutzt wird. Die Einpegelung (an) der nachgeschalteten Endstufe wird danach eingestellt, sodass die Lautstärke bei bewusstem genussvollem Hören Pegeleinstellungen über 80.0 ermöglicht. Ein digitaler Datenverlust macht sich so praktisch nicht bemerkbar. Mit dem Digitalverstärker Millennium nachgeschaltet verfährt man so, dass die Lautstärke am RCS auf 99.9 (Achtung: neue Software ab 1.1 hat hier einige Besonderheiten !) festeingestellt wird, der Millennium wird dann endgültig geregelt. Zukünftig wird der Millennium mit einer Fernbedienung ausgestattet, die die Eingangswahl am RCS bedient, die Lautstärke aber am Millennium vorzieht.
Seit Einführung der neuen Software ab  V1.1 ist die digitale Vollaussteuerung (wenn der digitale Pegel einer CD voll genutzt wird) bei Pegelanzeige 93.9. Es sind dann noch weitere 6 dB Reserve, um bei leisen CDs den Pegel anzuheben. Bei sehr hoch ausgesteuerten CDs und 99.9 können dann aber auch digitale Verzerrungen auftreten.

Bei der Messung brummt es.
Ursache : Da der Rechner schutzgeerdet ist, ebenso die Raumkorrektur, kann bei schutzgeerdeter Endstufe eine Brummschleife entstehen, insbesondere , wenn der Rechner im Nebenraum an einem anderen Stromkreis hängt.
Abhilfe: Der Rechner wird für die Dauer der Messung an dieselbe Steckdosenleiste angeschlossen wir RCS und nachfolgende Komponenten.

Irgendetwas funktioniert nicht bei der Programmierungssoftware.
Im Startschirm wird MIC und PR  oben in der Kopfzeile nicht angezeigt
Ursache : Der COR-Schirm ist bereits geöffnet.
Abhilfe: Schliessen Sie den COR Schirm oder starten Sie das Programm neu, wenn Sie zu MIC und/oder PR  wollen.

Irgendetwas fehlt beim COR Schirm.
Ursache : Der Schirm wird aus 4 Segmenten zusammengesetzt
Abhilfe: Stellen Sie die Bildschirmauflösung auf der Windows-Benutzeroberfläche anders ein.

Modifikationen der Zielkurven können nicht ausgeführt werden.
Ursache: Rundung.
Abhilfe: Auf Windowsebene wird die Zahlenkonfiguration auf US Standard umgestellt, das beinhaltet 2 Dezimalstellen hinter dem Komma.

Das Programm geht nicht weiter:
Tragen Sie den Namen eines neuen Projektes ein, ebenso den Namen eines Messverzeichnis. Bei Störungen wählen Sie diese noch einmal explizit an.

Wenn Störungen für die Programmierung der Einheit angezeigt werden, ist die Ursache meist eine schlechte Verbindung zwischen Host Computer, Kabel, Adapter, Kabel und RCS-Einheit. Alle Steckverbindungen auseinandernehmen und erneut stecken. Com Port Zuordnung mit Test  prüfen (dazu Feld Communication unten links öffnen).

Im Fenster wird die Messung nicht angezeigt (kein Frequenzgang).
Ursache: Der Mikrofonsignalweg ist unterbrochen.
Test über MIC, der Kalibriervorgang sollte Zahlen um 50  zeigen.

Keine Kommunikation:
Ursache : Kabel ist unterbrochen oder Kontakte verschmutzt.
Abhilfe: Steckverbindungen kontrollieren
Ursache: Der Computer benutzt eine Infrarotschnittstelle, die den Sensor in der RCS Einheit mit Streulicht ständig stört.
Abhilfe: Display der RCS abdecken (z.B. Buch davorstellen)

Kommunikationstest mit Fehlern:
Ursache : Kabel steckt im falschen Port, Übersprechen zwischen den Ports läßt einige Daten passieren.
Abhilfe: Andere (wirklich belegte) Schnittstelle anwählen

Kommunikationstest  nur Fehler (Voraussetzung EQ Software installiert und aktiv):
Ursache : Equalizer Software greift auf RCS Gerät zu.
Abhilfe: EQ Software beenden

Kein Ausgangssignal:
Die Pegel sind auf -99.9 gesetzt.
Abhilfe: Vom Netz trennen, wieder einschalten / standby/ on, dann neu programmieren, Details demnächst hier.
Generell sollte nach der Programmierung das Gerät einmal auf "Standby" geschaltet werden. Schaltet man das Netz komplett ab, "vergißt" RCS eventuell die letzte Korrekturspeicherbelegung.

Beim Überschreiben der Korrekturnamen/Speicherplätze läßt sich der Name Cor x nicht wie gewünscht überschreiben :
Ursache : Es sind nur 10 Zeichen vorgesehen. Nach Cor x sind 6 Leerzeichen eingegeben.
Abhilfe: Vorhandenen Namen von hinten einschließlich Leerzeichen löschen, neuen Namen eingeben, auf 10 Stellen mit Leerzeichen auffüllen

Bei der Messung kommen Pulse nur aus dem rechten Lautsprecher  - oder erst rechts, dann links, obwohl anders angezeigt.
Ursache : RCS-Einheit ist nicht vollständig auf neue Softwareversion umgestellt (Computer und RCS haben verschiedene Versionen der Software drauf) oder der Rechner kommt mit der neuesten Software nicht zurecht.
Abhilfe: Rückkehr zur letzten Softwareversion , Installation und Programmierung nach Anleitung tact-rcs-software.html.
Kurzversion: Kabelverbindung Computer /RCS herstellen. RCS hinten abschalten, vorn "Analog" und "Digital" drücken, wieder einschalten, das Display zeigt "Programming Mode". Starten Sie die Software und programmieren aus dem 2. Menü des Startschirms "Standard". Dann auf dem PR Schirm mit [Strg] [S] das Systemkästchen hervorholen, anklicken und die Programmieren Taste klicken.

Es empfiehlt sich generell, nach der Programmierung von Speicherplätzen das Gerät an der Frontplatte einmal in StandBy und dann wieder in Betrieb zu schalten. Erst dann werden Veränderungen fest gespeichert.

Beim erstmaligen Einsatz der neuen Software (deutsche Version V1.3  (V1.2 seit 23.08.00)) anstelle der alten können Bedienfehler beim Einrichten gemacht werden, die dazu führen, dass die RCS Einheit nicht mehr funktioniert. Es ist unbedingt erforderlich, dass auch der zweite Teil, die Systemprogrammierung, durchgeführt wird. Die Anleitung dazu finden Sie in unserem File tact-rcs-software.html
Download der neuesten Softwareversion von http://www.tactaudio.com/downloads/index.html)
Die spätere Variante 1.4 ist inhaltlich identisch, setzt aber den Gebrauch /Vorhandensein des Equalizers voraus. Ohne Freischaltungscode (zum Betrieb der EQ-Software für DM 756 / €386 euro incl. MWSt. u.a. über uns zu beziehen) läuft die EQ-Software nicht, ohne EQ-Software hat RCS1.4 keine Vorteile gegenüber RCS V1.3..

Falls die Lautstärke nicht regelbar ist, sondern voller Pegel kommt: Es gibt ein neues Geräte Menü, an dem 2150 enable wieder mit disable deaktiviert werden kann....s.u.
Die letzte Version V 1.5 berücksichtigt die neuen Möglichkeiten von TacT 2150 Digitalverstärkern und lehnt sich inhaltlich an RCS2.2X an. Es gibt neue Menüpunkte, mehr Möglichkeiten, z.B. volle digitale (oder analoge) Auflösung wird zum Verstärker weitergegeben, die Lautstärke dort geregelt.
 

Eingang Analog 1 spielt leiser als A2/3 (erste Generation AD-Wandler)
Korrekt ! Auf der Leiterplatte sind direkt bei den Eingangsbuchsen 2 Präzisionspotentiometer, mit denen für pegelstarke Signalquellen eine Anpassung vorgenommen werden kann.

Verzerrungen beim Analogeingang: Reduzieren Sie den Pegel im ANL Menü um 6 dB

Fall das nicht ausreicht : Öffnen Sie das Gerät und stellen die beiden blauen 10-Gang Trimmpotentiometer (roter Pfeil) auf Rechtsanschlag (man erkennt das am leichten Klicken), dadurch wird der Pegel um 4 dB abgeschwächt. Achtung, die Drehrichtung ist unüblich ! Die Potentiometer sind auf Balance Werks-präzisionseingestellt. Falls eine mittlere Position zwischen den Anschlägen gewählt werden soll, ist entweder exaktes Mitzählen der Umdrehungen oder ein spezielles Balance-Abgleichverfahren nötig. Speisen Sie ein Mono Signal an L1und R1 ein und klemmen einen Lautsprecher zwischen die Pluspole der Endstufenausgänge (NICHT bei TacT Digitalverstärker). Dann gleichen Sie eins von beiden Potentiometern auf Gleichheit = auf Minimum Differenz am Lautsprecher ab.

Verzerrungen bei der Korrektur: Kontrollieren Sie die EQ Funktion im Display, schalten Sie auf BP (Bypass), falls irrtümlich angewählte undefinierte Kurven den Klang beinflussen)

Falls das Signal nur Mono kommt: Es gibt ein neues Geräte Menü, an dem Mono deaktiviert werden kann....

Es ist ratsam, die Bedienungsanleitung zu lesen, um die erweiterten Möglichkeiten zu verstehen und Werksgrundeinstellungen den persönlichen Gegebenheiten /Gerätekonfiguration anzupassen.

Hier gibt es mehr Informationen:

Übersetzung der Software- Hilfe unter : http://www.FL-electronic.de/neu/Tact-20-deutsch.doc Mit der deutschen Softwareversion (Sommer 2001) wird dies überflüssig, da alle Teile in Deutsch vorliegen.

Weiter zum parametrischen Equalizer, der neuen Ergänzung des RCS-Bedienumfangs
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Wir empfehlen, das RCS mit speziellen Netzkabeln und in einer störfeldarmen Umgebung zu betreiben.
 
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Ein Link zum Staunen:
http://www.exoticaudio.org/PAGE29.html