DVDRW

DVD-Recorder


020805
Schneller Zugriff, eine digitale Aufzeichnung auf einen magneto-optischen Bild-und Tonträger, der wie die CD oder DVD einfach in der Handhabung und Lagerung ist, Abspielmöglichkeit auf einem existierenden und schon weit verbreiteten Wiedergabegerätetyp, dafür ist die Zeit nun reif. Endlich hat man sich auf eine Norm einigen können, das gilt für die DVD-R, die einmal bespielt werden kann. Es gibt wohl für die mehrfach bespielbare DVD-RW und DVD+RW auch Standards, die von den Herstellern recht unterschiedlich ausgelegt werden. Momentan ist der erwartete Preis für 4,7 Gigabyte (von Philips, TDK und anderen)  für DVD-R etwa bei Euro10.-, für DVD-RW Euro 20.-
Neu 2002 : der weltweite Standard, Blue-Ray-Disc. Mit blauem Laserstrahl wird die Kapazität der DVD von 4,7 auf 27 Gigabyte erhöht, entsprechend 13 Stunden Aufnahmezeit pro Scheibe. 

Philips DVD-Recorder DVDR 1000: (Preis €2000) Ein DVD-Player mit einem zusätzlichen Aufnahme-Knopf. Wie beim Videorecorder selbstverständlich mit TV-Empfangsteil und Timer für Aufnahme-Programmierung.

Drückt man den Aufnahmeknopf, generiert der interne Computer im DVDR 1000 automatisch ein Titel-Menü mit Angaben zur Aufnahme wie Programm, Aufnahmedatum, Titel (aus dem Videotext) und Länge der Aufnahme. Zusätzlich bekommt das Menü eines der ersten aufgenommenen Bilder. Bei der wiederbespielbaren DVD-RW wird der Inhalt automatisch bei Pause oder Stop nach einer Aufnahme aktualisiert. Beim Einlegen der Disc in den DVD-Player erscheint auf dem Fernseher automatisch das Menü der DVD und mit der Fernbedienung kann dann die gewünschte Aufnahme ausgesucht und abgespielt werden. Das funktioniert in allen Funktionen auf allen im Markt befindlichen DVD-Playern.
Es gibt 4 verschiedene Aufnahmemodi:
HighQuality entspricht Studioqualität,
Standard Play entspricht der gewohnten digitalen DVD-Qualität,
Long Play liegt über S-VHS-Videoqualität,
Extended Play dank Digitaltechnik mit langer Aufnahmezeit wohl vergleichbar zu VHS-Qualität.

Spielzeit bis 4 Stunden.

Mit all seinen Funktionen u.a. VPS/PDC und dem Timer (6-fach innerhalb eines Monats) entspricht der DVDR 1000 praktisch einem Videorecorder, nur mit digitaler optischer Aufzeichnung.
Vom DVDR 1000 wurden bis Januar 2002  10000 Stück verkauft.
Neu: das bisherige kann mit einem Softwareupgrade auch neben +RW noch +R beschreiben. Dazu wird eine Software -CD eingelegt, die die Firmware aktualisiert.

Neue preiswerte Versionen/Varianten:
Philips DVDR 980 (ursprünglich €1300, momentan €899.-) und
Philips DVDR 985 (€1400) mit zusätzlicher iLink Schnittstelle zum Überspielen digitaler Videos vom Camcorder
Beide Geräte können neben +RW auch +R beschreiben
Philips-bespielte DVDs laufen auf den meisten DVD-Playern


Pioneer DVR-7000: Bei  Pioneer ist der erstmals in Deutschland vorgestellte DVD Recorder eigentlich die dritte Generation, denn in Japan gibt es schon seit 1996 DVD-Recorder, allerdings nicht in PAL. Für die DVD-RW verwendet Pioneer das vom DVD-Forum standardisierte Video Recording Format DVD-RW. An 50 Unternehmen aus der UE Foto-, Computer- und Software-Industrie unterstützen bislang das Format. Vorteilhaft ist die manuell wählbare unterschiedliche Bit-Rate in 32 Qualitätsstufen, die Aufnahmen bis zu sechs Stunden auf einer DVD erlauben. Eine weitere Funktion ist Best Rate, bei der der Recorder aus der verbleibenden Restzeit auf der DVD die Datenrate ermittelt. Um auch bei langen Aufnahmezeiten mit niedrigen Bitraten gute Qualität zu erreichen, gibt es eine digitale Video-Rauschunterdrückung. Nachteil solcher vielfältigen Funktionen: Nicht alle Aufnahmemodi sind auf anderen besonders älteren DVD-Playern abspielbar. Mit der finalisierten DVD-RW gibt es weniger Probleme, deshalb bietet Pioneer für die RW unterschiedliche Aufnahme-Formate, die möglichst abwärtskompatibel für den vorhandenen DVD-Player sind.
Im DV-R-7000 ist ein Tuner mit Timer und allen Programmierfunktionen wie ShowView, NexTView, PDC und VPS integriert, ausserdem hilft ein mehrsprachiges On-Screen-Display und eine Jog&Shuttle- Fernbedienung beim überschaubaren Abruf der angebotenen Funktionen.
Auch der Pioneer hat die Standardschnittstelle i.LINK für den Anschluss eines digitalen Camcorders.

Man kann einen Film nachträglich löschen oder einzelne Programmteile verschieden zu ordnen, dann kann es allerdings zu Kompatibilitätsproblemen beim Abspielen in anderen DVD-Playern kommen. Mit der Play-List kann auch ein virtuelles Menü mit ausgesuchten Teilen der aufgenommenen DVD oder einzelnen Aufnahmen zusammengestellt werden, ohne daß die ursprüngliche Aufnahme noch verändert werden muß, außerdem könnte man auf diese jederzeit wieder zugreifen.
Ein Nachfolger zum reduzierten Preis wird in Kürze erwartet. Pioneer DVD-RWs laufen nur auf speziellen DVD-Playern, voll kompatible DVDs sind in Qualität / Spielzeit eingeschränkt

Panasonic DMR-E20: Eine etwas vielseitigere Variante der neuen DVD-Recorder, der Panasonic weicht mit seiner zusätzlichen DVD-RAM Technik deutlich vom Standard-Format der wieder bespielbaren DVD ab, hat darin so viel Tempo, daß die Wiedergabe schon parallel zur Aufnahme zu Kontrollzwecken angesehen werden kann. Während die normale DVD-R und -RW als blanke Scheibe verwendet wird, steckt die DVD-RAM in einer Kassette und kann nur in entsprechenden Laufwerken gespielt werden. Was bedeutet, Video-Aufnahmen auf der DVDRAM laufen nicht in anderen DVD-Playern und auch nur in entsprechenden Computer-Laufwerken. Nur die einmal bespielbare DVD-R ist nach der Aufnahme mit dem Panasonic F20 im Standard-Format kompatibel mit anderen DVD-Laufwerken. Denn der Panasonic bietet unterschiedliche Aufnahme-Formate, so sind mit der DVD-R Spielzeiten bis zu sechs Stunden (4,7 GB) und mit der DVD-RAM bis zu 12 Stunden (9,4 GB) möglich. Beide Aufnahmen können dann aber nur in einem entsprechenden DVD-RAM-Player abgespielt werden. Ein weiteres Format ist die ,Hybrid VBR'-Technologie mit veränderlicher Bitrate, es werden immer nur die veränderten Daten eines Bildes aufgenommen, je nach Menge dann mit unterschiedlicher Datenmenge (Bitrate). Entsprechend wird die Stärke der MPEG2-Kompression in Echtzeit gesteuert.

Gerade wegen der möglichen langen Aufzeichnungszeiten auf einer DVD, hat Panasonic seinen DVD-Videorecorder mit einem speziellen Direkt-Navigations-System ausgestattet. Nach dem Einlegen der Disc wird die automatisch erstellte Inhaltsliste auf dem TV-Display angezeigt und mit dem Cursor der Fernbedienung die gewünschte Aufnahme ausgewählt. Eine Editier-Funktion ermöglicht Löschen, Speichern von Titeln, Neuanordnung der Reihenfolge und Kopieren von Ausschnitten.
Neues Modell DMR-E30 zum Herbst one DV Eingang verm. etwas über 1000€

FAQs:
Was kostet der Spaß ? So um EURO 2000 muß man schon rechnen.
Wird der DVD-Player überflüssig ? Bedenkt man die Erfahrungen bei CD-Recordern, dann ist der wärmeempfindliche Laser zu schade zum Abspielen im Dauerbetrieb, man sollte einen guten DVD-Player als Abspielgerät haben, das kann natürlich auch als Quelle zum Kopieren dienen.
Wird die Kopie einer DVD unterstützt ? Natürlich nicht rein digital (dagegen hat die Softwareindustrie ihr Veto eingelegt), weder Digitalton kann überspielt werden (damit fällt Dolby-Digital als Tonformat weg), noch ist für Digitalbild eine Buchse am DVD-Player Abspielgerät, auch wenn der DVD-Recorder für Aufnahme eine Buchse zur Verbindung zum digitalen Camcorder hat. Aber analoge Tonsignale werden digital umgesetzt und für das Bild gibt es digitale und analoge Videoeingänge.
Wozu denn das alles ? Ton und Bild können aufgezeichnet und digital gespeichert werden - wie bei einem Stereo-Videorecorder, nur digital und ohne das verschleissempfindliche Band mit seiner begrenzten Lagerfähigkeit. Beim Abspielen gibt es schnelleren Zugriff und gute Menüsteuerung. Und : fertige DVD kann man schließlich kaufen, was man nicht kaufen kann, nimmt man selbst auf....

surround-mixer Und Surround Ton kann man selbst abmischen (Nachvertonen beim Überspielen), dazu gibt es das Surround-Mischpult mit 4 Toneingängen Front, Center, Hinten und  2-Kanal Ausgang für den Audioeingang des DVD-Recorders.



Die Formate der DVD-Recorder:

DVD-RW :
4,7 GB Kapazität. Das ideale Format für alle Filmer, die das digitale Format ihres Digitalen Camcorders auch auf DVD dauerhaft speichern möchten, aber auch mal wieder (bis über 1000 mal) überspielen können wollen. Nachbearbeiten ist möglich, dann kann die DVD-RW in dem Recorder wiedergegeben werden, paßt aber nicht mehr auf viele bisherige DVD-Video-Player (inkompatibel).Ohne diese Editing-Funktionen geht die DVD-RW ohne Probleme auf den meisten Playern. Der Nutzer entscheidet sich mit jeder Aufnahme aufs Neue zwischen Kompatibilität oder Tricks auf der DVD.

DVD+RW :
Als Alternative zur DVD-RW hat Philips das DVD+RW-Format ohne die Editing-Funktionen. Dadurch erhält man  maximale Kompatibilität zu anderen DVD-Playern. So kann die DVD sicher auch bei Freunden gezeigt werden.

DVD+R :
Preiswerte Variante der DVD+RW, aber nur einmal beschreibbar. Das Format wird von Philips, Sony, HP,Ricoh, Mitsubishi unterstützt, läuft auf gängigen DVD-Playern und Computerlaufwerken.

DVD-RAM :
Eher uninteressant, eigentlich ein PC-Format, mit schützende Hülle paßt sie nicht in herkömmliche DVD-Player-Schubladen, auch das Datenformat ist eigenständig und nicht kompatibel zu bisherigen Playern im Heimbereich, deshalb schlechte Zukunftschancen.

DVD-R :
ist eine Entwicklung von Pioneer, mit 4,7 Gigabyte nur einmal beschreibbar, läuft heute auf den meisten DVD-Video-Playern. Es gibt zwei DVD-R-Varianten: die "Authoring"-Version für den Profi mit Superauflösung und die "General Use" allgemeine Variante mit Kopierschutz für den Heimbereich.

Editieren:
Die DVD+RW bietet als Nachbearbeitungsfunktion nur das Überspringen einzelner Segmente in der Spur, ohne Änderung der Reihenfolge.
Wer mit PC und Video-Schnittsoftware digital seinen Film vorbearbeitet hat, kann dann das bearbeitete Videosignal ohne Umwege auf die DVD-R brennen, nachträgliches Editieren ist dann sowieso überflüssig.
DVD RW- und DVD-RAM-Recorder lassen es zu, die Scheiben nachträglich zu editieren. Verschachtelte Wiedergabe mit Hilfe einer "Playlist" kennt man ja bereits von der Minidisc. Panasonic hat sogar eine Art Hinterbandkontrolle beim DMR-E 20: Während geschrieben wird, kann das aufgezeichnete Ergebnis gleich kontrolliert werden.

Computer-Alternative : Apple baut Computerlaufwerke von Pioneer in seine G4-Computer ein. Demnächst in PCs von Packard-Bell bzw. Compaq. Pioneer vertreibt den  Brenner DVR-A03 für den Selbsteinbau (unter 1000 Euro)
 

Die Zukunft:

Blu-Ray Disc

Die großen neun Elektronikgesellschaften haben sich auf einen neuen Standard geeinigt und ihm einen Namen gegeben: Blu-Ray. Dieser blaue Laserstrahl war lange im Gerspräch und wird die nächste Generation optischer Speicherung revolutionieren..
Hinter Blu-Ray stehen Hitachi, LG, Matsushita (Panasonic), Pioneer, Philips, Samsung, Sharp, Sony und Thomson. Nur  Toshiba, Erfinder der DVD, und JVC, Erfinder des VHS, sind nicht dabei.
Das neue Format speichert auf Blu-Ray Disc bis  27GB entsprechend 13 Stunden TV-Videosignal oder 2 h  High Definition Video. Prototypen existieren derzeit bei  Philips, Sony und Panasonic. Derzeit wird über Lizenzen verhandelt und die Fertigung soll 2003 beginnen.

Für die derzeit erhältlichen DVD Systeme, DVD-RAM (Panasonic), DVD-RW (Pioneer) und DVD+RW (Philips), ist das eine Einschränkung der Zukunftskompatibilität, weil nur auf aktuelle Standards ausgerichtet. Spätere DVD-Player mit der Blu-Ray Erweiterung werden natürlich auch das dann "alte" DVD-Format lesen und die heutigen DVD-R etc. mit dem roten Laser 650nm Wellenlänge lesen können.

Der bisher übliche rote Laser mit 650 nm Wellenlänge sorgt für 4.7 GB Kapazität auf einer  DVD-Seite. Das reicht für 1 h TV Aufzeichnung in bester Qualität, und bis 4 h bei eingeschränkter Qualität. Die Daten Transfer Rate um 10 Mbps ist nicht schnell genug für Video in höchster Qualität.
Der  blaue Laser mit 405 nm Wellenlänge kann schärfer fokussieren und so die Daten weiter auf der 12 Zentimeter Scheibe verdichten. Der Datenstrom mit 36 Mbps reicht für HDTV. Ein Layer benötigt etwa 0,1mm Stärke.

Die 27 GB sollen später noch auf 50GB gesteigert werden, sobald Doppel-Layer Discs eingeführt werden (laut Panasonic).
Ob eine Gehäuse die Blu-Ray schützen soll, oder sie wie bisher die CDs und DVDs quasi nackt gehandhabt werden, wird noch diskutiert.
Kein derzeit im Markt befindlicher CD- oder DVD -Player kann und wird Blu-Ray Discs lesen können, zu fundamental ist der Unterschied. Neue  Blu-Ray Player werden  Infrarot-, rote und blaue Laser einsetzen, um "abwärtskompatibel" alle CD und DVD Aufnahmen abspielen zu können.
Aber immerhin sind die 12 cm Durchmesser der Scheibe noch gleich geblieben..... CD, CDi, CD-R, CD-RW, DVD, DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW, DVD+RW.......

Die Kritik (aus einer Kundenzuschrift):
"... wird auch dort behauptet, dass DVD-R for general use mit der Mehrzahl der aktuellen Consumer Player kompatibel ist.
Nach meinen Erfahrungen ist das aber keineswegs der Fall.  Ich habe mir in einem HiFi-Markt an die 20 aktuelle Geräte namhafter Firmen (Sony, Pioneer, Panasonic, Grundig, Philips, Sanyo, Aiwa...) vorführen lassen. Kein einziges konnte meine DVD-Rs for general use lesen. Am meisten enttäuscht war ich von Pioneer, die ja den Standard erfunden haben (ich benutze einen Pioneer-Brenner) "
 

Die Alternative für den TV-orientieren Nutzer:

Digitaler Harddisc-Recorder von Philips HDR 1000 (ca €1200) mit 40GB Festplatte für 38h Aufnahmezeit und integriertem DVD-Player (ab Mai 2002). Abgestimmt auf TV-Aufnahme/Wiedergabe.

Alternativ bietet Samsung mit dem SPVR-801CI einen digitalen Satelliten-Receiver mit Harddisc-Recorder, Ausstattung: 2 Tunerteile (Twin-LNB vorausgesetzt) mit 5000 Speicherplätzen und Festplattenrecorder, auf 40GB Festplatte können mit MPEG2 bis  25h TV Programm gespeichert werden. Dolby Digital wird unterstützt.

Informationen erhalten Sie hier:

FL-electronic / Neuklang Mühlenpfordtstr.5
38106 Braunschweig
Tel.: 0531 / 342155
Fax: 0531 / 344900
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