mission 767

Ein  Lautsprecher 
für HiFi und Heimkino.

1990

Lautsprecher mit integriertem Subwoofer, teilaktiv angesteuert.
Die Gewebekalotte mit dem elliptischen Hornvorsatz passt den Hochtöner an die Umgebung an und trägt dem höheren Wirkungsgrad Rechnung, überträgt einen erweiterten Brillanzbereich ohne lästige Schärfe, fliessend eingebettet in eine  abgerundete Schallwand. Man bekommt dank der D`Appolito Anordnung der Chassis  eine  atemberaubende räumliche Abbildung, und für den tiefreichenden Bass bis herunter zu 25 Hz sorgt eine abgestimmte Verstärkereinheit LFAU (Low Frequency Adjustment Unit).  Die unkritische Impedanz Charakteristik paßt auch zu Verstärkern geringerer Leistung, 20W können brutal laut sein, da der Bass mit der Endstufe der LFAU gesteuert wird, also der Hauptverstärker entlastet wird. 
Mission entwickelte diesen Lautsprecher Ende der 80er Jahre und es gab bisher nie einen größeren Lautsprecher im Programm. Der Hochtöner mit Gewebekalotte und dem elliptischen Hornvorsatz (die stetig verändernde Querschnittsform vermeidet Horn-typische Verzerrungen, ein Mission Patent)) setzte neue Maßstäbe.
2 Tiefmitteltöner 170mm Polypropylenmembran
2 Tieftöner 210mm Homopolymermembran
Frequenzgang 30Hz-20kHz +/- 1,25dB    20Hz-3dB
Wirkungsgrad: 91dB
Abmessungen: BxHxT: 29 x 138 x 45cm
Gewicht 70kg, schwingungsarmes versteiftes 25mm MDF 
Der Neupreis incl. LFAU betrug DM 10000.-
An den Ausgang des Verstärkers für Hochton und Mittelton wird über mitgelieferte Kabel parallel die LFAU angeschlossen, die aktiv den Bassanteil bis etwa 150 Hz übernimmt und die großen Tieftöner ansteuert. Um 100-125 Hz überlappen Bass und BassMittelton, hier hat die LFAU einen Regler, der den Übergang in 0.25dB Schritten einstellbar macht, für Volumen und Wärme nach Geschmack. Jede Stufe ist hörbar!. Dazu noch ein Hochpassfilter, mit dem die tiefste Frequenz eingestellt werden kann und ein Pegeleinsteller- das sind die 3 Knöpfe an der Frontplatte. Die LFAU gab es in grau und schwarz.
Die 767 gab es in schwarz, Rosenholz, Mahagoni, schwarz Hochglanzlack.
Die Ergänzung der LFAU mit einem PSX-Netzteil war erste Empfehlung für mehr Kontrolle des Verstärkers  über den Bass.

Stereo schrieb 6/90: Die große Mission hat einen erstaunlich kleinen Watthunger, ohrenbetäubende Pegel lassen sich selbst mit vergleichsweise bescheidenen Leistungsreserven mühelos realisieren. Noch erstaunlicher freilich ist, wie bedrohlich tief die 767 in den Oktavenkeller hinabsteigt, ohne auch nur einen Deut an Präzision  und Kontrolle einzubüßen. Eine auf den Hörraum optimierte Reglerstellung vorausgestzt, begeistert die Engländerin mit staubtrockenen Kickdrums, sehnigen Baßgitarrenlläufen und ungeheuer mächtigen Orgeleinsätzen; dynamiasche Limitierungen  sind dabei ebensowenig ein Thema wie anschlagende Baßtreiber oder wummernde Gehäusewände. Keine Frage, im Tiefsttonbereich zählt die 767 zur absoluten Creme ihrer Spezies. Aber auch in allen anderen highfidelen Kriterien leistet die Mission weit Überdurchschnittliches. Die Mitten wirken farbig und spritzig, sind scheinbar völlig von der Schallfront gelöst und schließen bruchlos an den Hochtonbereich an.  Die oberen Frequenzlagen wirken ungewöhnlich sauber und nuanciert, nur wer unbedingt Erbsen zählen möchte, wird der 767 bisweilen einen kleinen Mangel an Luftigkeit und Schmelz attestieren. Die Räumlichkeit freilich leidet darunter in keiner Weise.  Sie scheint vielmehr äußerst  großzügig in Breite und Tiefe gefächert, erlaubt eine punktgenaue Ortung einzelner Schallquellen, und selbst bei forcierten Pegeln sind dynamische Verflachung, Wandermusikanten oder kollabierende Plastizität  absolute Fremdwörter. Die 767 ist also genau das, was die Anglosachsen so treffend als "Full range"-Lautsprecher bezeichnen. Sie leistet sich klanglich von ganz unten bis ganz oben fast keine Schwächen, sie kennt keine Allüren, und ist ein noch bezahlbarer Grundstock für ein sukzessive ausbaubares Topsystem. Kurzum: die 767 ist eine Mission, die im Konzert der Großen ganz vorn mitspielt. Stereo-Empfehlung: HighEnd ***
 

HIFIVISION 6/1990 ...spielte sie detailreich und neutral auf. Ausgewogen machte sie ihre Arbeit, wenn klassische Musik auf dem Programm stand...zudem vermittelte die 767 einen realistischen Raumeindruck.. ..die fulminanten Orchrestereinsätze donnerten mit beeindruckender Lässigkeit in den Hörraum; feine Streichertöne reproduzierte die Maission ebenfalls sauber durchgezeichnet. Doch auch mit heißen Rockrhythmen kam die 767 blendend zurecht...druckvoll brachte die Engländerin auch Schlagzeug und Baßgitarre zu Gehör. Und obwohl die 767 von im Vergleich zur sonst verwendeten  Referenzanlage recht preiswerten Verstärkern unter Strom gesetzt wurde, legte sie sich auch bei hoher Lautstärke vehement ins Zeug. Die schlanke Schwarze von der Insel übherzeugte also rundum. Ihre Belohnung für diese Vorstellung: ein glattes "sehr gut" und der 5. Platz in der Spitzenklasse.
Meßwerte: Das System  markiert mit einem durchschnittlichen Klirrfaktor von 0,188 % einen neuen Bestwert. Die Gesamtnote verfehlte die HIFIVISION-Bestmarke nur knapp.

Die 3 Knöpfe dienen den nachfolgenden Einstellungen:
Level / Pegel : Grundeinstellung oben Mitte
Bass : Geschmacksabhängige Überlappung von Bass und Mitteltöner zwischen kühler und wärmer
Extension : passend zur Raumlänge

Dieser Lautsprecher ist heute nur noch gebraucht erhältlich !

Weiche

MISSION, NXT und CYRUS sind nun in getrennte Unternehmen mit eigenständigen Entwicklungsabteilungen aufgeteilt. Alle 3 Bereiche sind räumlich und wirtschaftlich getrennt.
Seit Mai 2002 war DENON für Deutschland zuständig, nun ist nach der Übernahme IAG als Inhaber Anprechpartner für den Vertrieb von Mission-Produkten.
Seit Anfang der 80-er Jahre sind wir Mission-Händler, unsere Begeisterung (und auch die unserer Kunden) ist ungebrochen. Lassen auch Sie sich missionieren....
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